THI eröffnet neues Studienfeld „Gesundheit/Life Sciences“

Symbolfoto: Arzt bedient digitales Tool in digitaler Umgebung.

Symbolfoto. Quelle: AdobeStock

Die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) eröffnet zum Wintersemester 2020/21 das neue Studienfeld „Gesundheit/Life Sciences“. Damit erweitert die Hochschule ihr Studiengang-Portfolio innerhalb der beiden inhaltlichen Schwerpunkte Technik und Gesundheit.

Das Studienfeld „Gesundheit/Life Sciences“ wird als Querschnittsthema mit neuen Studiengängen sukzessive über alle Fakultäten hinweg etabliert. Im Jahr 2030 sollen rund 1.250 Studierende in diesem Studienfeld angesiedelt sein – konkret in fünf Bachelorstudiengängen mit anschließenden Masterstudiengängen. Die interdisziplinär ausgebildeten Absolventen des neuen Studienfeldes verbinden als Ingenieure, Informatiker oder Wirtschaftswissenschaftler eine fachspezifische Qualifizierung mit einer medizinischen Basisausbildung. Zum vertieften Praxisbezug in den medizinischen Lehrveranstaltungen kooperiert die THI hier mit dem Klinikum Ingolstadt.

Den Start machen im Wintersemester 2020/21 die beiden neuen Bachelorstudiengänge „Bioelectrical Engineering“ (Fakultät Elektro- und Informationstechnik) und „Computational Life Sciences“ (Fakultät Informatik):

Der Bachelor-Studiengang Bio-Electrical Engineering (B.Eng.) verbindet die Biologie des Menschen mit der Elektro- und Informationstechnik. Im Fokus des Studiengangs steht ein Berufsfeld mit Zukunftspotential: das der am oder im Körper tragbaren Technologien. Die Studierenden erwerben interdisziplinäre Kenntnisse, um elektrotechnische Konzepte mit biologischen, medizinischen oder gesundheitsbezogenen Vorgängen zu verbinden. Sie lernen, innovative elektronische Systeme oder Verfahren zur Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten, zur Rehabilitation oder zur Verbesserung der persönlichen Gesundheit zu entwickeln - von intelligent gesteuerten Prothesen bis hin zur Regulierung des Blutzuckerspiegels bei Diabetikern. In Laborpraktika und Praxisphasen wenden die Studierenden ihr neu erworbenes Wissen regelmäßig an. Einsatzfelder für Absolventen sind in Bereichen wie der Medizin- und Gesundheitstechnik oder Biosensorik gegeben. Unterrichtssprache des siebensemestrigen Bachelorstudiengangs ist Deutsch.

Der Studiengang Computational Life Sciences (B. Sc.) vermittelt interdisziplinäre Fachkompetenzen aus den Bereichen Informatik, Gesundheits- und Biowissenschaften rund um den Menschen. Studierende lernen unter anderem, medizinische Daten zu erfassen, zu visualisieren und zu analysieren, humanbiologische Vorgänge zu simulieren oder Muster aus großen, unstrukturierten Datenmengen zu erkennen. So können sie auf dieser Basis technische Lösungen für die große gesellschaftliche Herausforderung unserer Zeit – eine wachsende und alternde Bevölkerung im Einfluss von Umwelt- und Klimaveränderungen – entwickeln. Die Absolventen können als IT-Spezialisten, Data Scientists oder Software-Entwickler in Feldern wie Medizin, Diagnostik, Pharmazeutik, Humanbiologie, aber auch in Ernährungs-, Agrar- oder Materialwissenschaften arbeiten. Der siebensemestrige Bachelorstudiengang wird durch Laborpraktika und Praxisphasen ergänzt. Unterrichtssprache ist Deutsch.

Der Start der beiden neuen Studiengänge gilt vorbehaltlich der Genehmigung durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Die Erweiterung des Portfolios der THI ist eine Maßnahme des geplanten Aufwuchses auf 10.000 Studierende.

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