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AImotion Bavaria

Der KI-Mobilitätsknoten Ingolstadt AImotion Bavaria widmet sich der KI-basierten Mobilität der Zukunft. Im Fokus stehen Innovationspotenziale in den besonders relevanten Bereichen autonomes Fahren, unbemanntes Fliegen und Digitale Produktion. Dabei sollen Ergebnisse grundlegender Forschung in Anwendungen transferiert werden.

Angesiedelt ist der im Rahmen der Hightech Agenda Bayern geförderte KI-Mobilitätsknoten an der THI, die sich mit der Ernennung zur Technischen Hochschule im Jahr 2013 das strategische Ziel gesetzt hat, eine der führenden Mobilitätshochschulen Deutschlands zu werden.

Kernauftrag

Kernauftrag des KI-Mobilitätsknotens

Im Rahmen des KI-Mobilitätsknotens sollen die grundlegenden Kompetenzen und Forschungsergebnisse aufgebaut werden, um im Bereich der KI-basierten Mobilitätssysteme der Zukunft wesentliche Innovationssprünge zu erzielen. Kernauftrag des KI-Mobilitätsknotens ist es, mit den Werkzeugen der Künstlichen Intelligenz Innovationen zur Gestaltung zukunftsfähiger Mobilitätsökosysteme zu entwickeln und aus der Anwendung heraus neue Methoden der Künstlichen Intelligenz zu erforschen und zu etablieren. Im Mittelpunkt steht die Gestaltung autonomer Mobilität in der 2. und 3. Dimension. Dazu ist die Generierung und intelligente Verarbeitung von Mobilitätsdaten sowie deren Verwertung durch unterschiedliche Nutzer notwendig. Anwendungen der autonomen Mobilität sollen validiert, erlebbar und in ihrer ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Dimension untersucht werden. Neben der Erforschung KI-gestützter Mobilitätsansätze ist auch die Nutzung von KI-Methoden in der automobilen Produktion und Produktentwicklung ein Forschungsgegenstand.

Organisationsstruktur

Organisationsstruktur des KI-Knotens

Das Institut AImotion Bavaria besteht aus drei Schwerpunkt-Clustern: Digitale Produktion, Autonomes Fahren und Unbemanntes Fliegen. Die Schwerpunkt-Cluster werden ergänzt durch den Querschnitt-Cluster, der verschiedene Thematiken wie Ethik-Akzeptanz-Technikfolgen, Mobilitäts-Dienstleistungen/Geschäftsmodelle, Mobilitäts-Infrastruktur und KI-Methoden umfasst.

Für den KI-Mobilitätsknoten AImotion Bavaria wurden folgende Rollen und Verantwortungsbereiche definiert:

KI-Knotensprecher

Der wissenschaftliche Leiter AININ, der für das Themengebiet Mobilität zuständig ist, hat die Aufgabe des KI-Knotensprechers übernommen. Als zentraler wissenschaftlicher Ansprechpartner ist er für die Gesamtkoordination sowie den strategischen Aufbau des KI-Mobilitätsknotens in Abstimmung mit der Hochschulleitung verantwortlich. Innerhalb und außerhalb der Hochschule repräsentiert er den KI-Mobilitätsknoten in Gremien und bei (Fach-)Veranstaltungen. Innerhalb des KI-Knotens übernimmt er die wissenschaftliche Koordination und leitet zentrale Gremien und Besprechungen. Als festes Mitglied der Berufungsausschüsse für die neuen KI-Mobilitätsprofessuren kommt ihm eine zentrale Rolle für den Personalwuchs des KI-Mobilitätsknotens zu.

Clustersprecher

Alle Wissenschaftler im KI-Mobilitätsknoten werden einem der drei Anwendungscluster bzw. dem zentralen Querschnittscluster zugeordnet. Aus der Mitte der jeweiligen Cluster soll analog zu bestehenden Forschungsstrukturen an der THI ein Clustersprecher benannt werden.

Clustersprecher:

Digitale Produktion: Prof. Dr. Alexander Schiendorfer

Autonomes Fahren: Prof. Dr. Torsten Schön

Unbemanntes Fliegen: Prof. Dr. Gerhard Elsbacher

Querschnittscluster: Prof. Dr. Munir Georges 

Steering Committee

Strategische Steuerungsfunktionen für den KI-Mobilitätsknoten übernimmt das Steering Committee. Es ist das zentrale Entscheidungs- und Beschlussgremium für den KI-Knoten. Quartalsweise wird in den Sitzungen hinsichtlich des Status der verschiedenen KI-Projekte, über Budgets und Termine mit Blick auf die Gesamtstrategie berichtet und notwendige Entscheidungen getroffen. Das Steering Committee ist von der THI mit dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, dem KI-Knotensprecher und den vier Cluster-Sprechern besetzt. Den Vorsitz dieses Gremiums übernimmt der Präsident der THI,

KI-Mobilitätsbeirat

Unterstützt wird das Steering Committee perspektivisch durch einen KI-Mobilitätsbeirat. Er soll sich aus externen Fachexperten auf dem Gebiet der KI und/oder Mobilität aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammensetzen. Im Fokus der Beiratsarbeit werden technologische und projektorientierte Aspekte sowie die Qualitätssicherung stehen. Ebenso soll der KI-Knoten durch die externen Fachexperten strategische und fachliche Beratung u. a. bei der Planung und Umsetzung der Use Cases erhalten.

Hightech Agenda Bayern

Hightech Agenda Bayern

Durch die Hightech Agenda Bayern, die der Freistaat Bayern im Jahr 2019 initiiert hat, wurde die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) zu einem von vier KI-Schwerpunktzentren in Bayern.

Neben der Technischen Universität München (KI & Robotik), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (KI & Gesundheit) und Julius-Maximilians-Universität Würzburg (KI & Data Science) wurde die Technische Hochschule Ingolstadt zu einem KI-Knoten ernannt.

Entsprechend der Prägung der Hochschule als bundesweit anerkannte Mobilitätshochschule erhielt sie den Auftrag die Forschung im Bereich Künstliche Intelligenz & Mobilität zu stärken. Der KI-Mobilitätsknoten baut hierbei auf drei Säulen auf: Autonomes Fahren, Unbemanntes Fliegen und Digitale Produktion. Unterstützende Querschnittsforschungen (KI-Methoden, Mobilitäts-Infrastruktur, KI-Geschäftsmodelle und Dienstleistungen; Ethik – Akzeptanz - Technikfolgen).

Der KI-Mobilitätsknoten widmet sich der KI-basierten Mobilität der Zukunft. Dabei sollen Ergebnisse grundlegender Forschung in Anwendungen transferiert werden. Aus eigenen Mitteln und Stiftungsmitteln ergänzte die THI das Forschungsspektrum der Künstlichen Intelligenz auch um die Bereiche Gesundheit, Handel,

Der KI-Mobilitätsknoten Ingolstadt und die ergänzenden Forschungsbereiche KI & Gesundheit, KI & Handel wurden im Hochschulinstitut AImotion Bavaria zusammengefasst.

Hightech-Agenda Professuren für den KI-Knoten

KI-basierte Optimierung in der Automobilproduktion

Ziel der Professur ist es, die Vorteile von KI-Verfahren in der digitalen Produktion zu erforschen und in die Anwendung zu bringen. Ein Schwerpunkt liegt in der Entwicklung und Nutzung von KI-Methoden für die Qualitätsbeurteilung in Produktionsprozessen, so dass Qualitätssicherungsschritte reduziert werden oder entfallen können. Über die Online-Rückführung von aus den KI-Modellen abgeleiteten Korrekturparametern soll eine konstante Produktqualität bei stark verringertem Ausschuss gewährleistet werden.

Die Professur soll zusammen mit der AUDI-Stiftungsprofessur und mit einem geplanten Institut im Themenfeld Industrie 4.0 eng verzahnt werden. In dem Kompetenzfeld forschen aktuell 8 Professuren an für KI-Anwendungen relevanten Themen wie z.B. Vernetzung und Cloud-Architekturen in der Produktion, Informationsmodelle und Semantik sowie additive Fertigungstechnologien.

Ein weiteres Themenfeld, das in diesem Anwendungscluster betrachtet wird, ist das Zusammenwirken von Menschen und lernenden Systemen in Produktionsabläufen.

Stelleninhaber: Prof. Dr. Alexander Schiendorfer

System on Chip und KI im Edge Computing

Neben den Cloud-basierten Diensten spielt das Edge Computing (Berechnungen und Analysen an den äußersten Enden einer IT-Topologie) beim automatisierten und vernetzten Fahren eine zunehmend wichtige Rolle. Alle Rechenoperationen eines vernetzten Mobilitätssystems, die in einem Fahrzeug stattfinden, können dem Edge Computing zugeordnet werden.

Ziel der Professur ist es, an der Schnittstelle zwischen Hard- und Software neue Methoden und Verfahren zur Verwendung von KI-Methoden im Edge-Computing für das automatisierte Fahren zu erforschen. Dabei steht die Betrachtung der zur Verfügung stehenden Rechenressourcen im Fokus.

Stelleninhaber: Prof. Dr. Richard Membarth

Sensorfusion und Multisensorsysteme für automobile Anwendungen

Ziel der Professur ist es, durch KI-basierte Methoden aus unterschiedlichen Sensoren ein umfassendes Bild der Fahrzeugumgebung in Echtzeit als Grundlage für das automatisierte Fahren zu generieren. Eine robuste Sensordatenfusion, die Sensordaten unterschiedlichen Ursprungs (z. B. aus dem Fahrzeug oder aus der Infrastruktur) und unterschiedlicher Qualität betrachtet, steht im Zentrum der Forschung. Tiefgehende Kenntnisse im Bereich der optischen Sensoren (Lidar, Kamara) und der Radarsensoren sind bei dieser Professur notwendig.

Softwaremethodik für autonome Mobilitätssysteme

Die Software für autonome Mobilitätssysteme ist aufgrund des hohen Vernetzungsgrades der hohen Anzahl von Sensoren und Steuergeräte hochkomplex. Ziel der Professur ist es, etablierte Softwarearchitekturen für das automatisierte Fahren zu erweitern, um KI-Algorithmen effizient zu integrieren und dabei den Fail-Operational Anforderungen für autonome Systeme gerecht zu werden.

KI kann auch zum Aufbau intelligenter und adaptiver Softwaresysteme sowie zur Unterstützung effizienterer Softwareentwicklungsprozesse verwendet werden. Gerade im Bereich des Testens von Software für autonome Mobilität ist zu erwarten, dass KI-Methoden einen wichtigen Beitrag leisten können. Die Professur soll sich in der Forschung auch diesen Aspekten der Softwareentwicklung widmen.

Stelleninhaber: Prof. Dr. Lenz Belzner

Big Data Technologien

Ziel der Professur ist es, an neuen Techniken zur Verwaltung und Analyse von Mobilitätsdaten zu arbeiten und mittels Methoden des unüberwachten Lernens Erkenntnisse für Mobilitäts-Ökosysteme zu gewinnen. Der effiziente Zugriff auf riesige Datenmengen ist sowohl in der Entwicklung als auch in der Absicherung automatisierter Fahrzeuge, gerade im Zusammenhang mit dem Einsatz von KI-Methoden, von großer Bedeutung. Die automatisierte Identifikation mittels KI-Verfahren von relevanten Verkehrsszenarien und die damit verbundenen Möglichkeiten der Zeitraffung sind für Weiterentwicklung und Test von Sensoren und Planungsalgorithmen sehr wichtig. Die effiziente Datenverwaltung in Mobilitätszentralen bildet die Grundlage für Smart Services und für einen vernetzten Verkehr.

Stelleninhaber: Prof. Dr. Patrick Cato

Echtzeitfähigkeit und Maschinelles Sehen

Die Echtzeitfähigkeit und die Entwicklung von KI-Systemen für Mobilitätsanwendungen, die wenig rechenintensiv sind, stehen im Fokus dieser Professur. Viele Systemkomponenten, die bei der automatisierten Mobilität benötigt werden, erfordern Echtzeitfähigkeit, z. B. Detektion und Tracking von Objekten oder Reglersysteme. Um für solche Systemkomponenten die Vorteile von KI-Methoden nutzbar zu machen, ist es erforderlich, KI-Algorithmen in Echtzeit zu verarbeiten.

Für die Professur spielen innovative Architekturen von KI-Algorithmen und deren effiziente Umsetzung auf Hardware-Komponenten eine zentrale Rolle. Dabei sind fundierte Kenntnisse im Bereich der Software-Parallelisierung für Mehrkernprozessoren erforderlich.

 

KI-gestützte Luftfahrtechnik und Produktentwicklung

Ziel der Professur ist es, an Methoden zu forschen, um eine systematische Nutzung von KI-Methoden in der Luftfahrttechnik zu ermöglichen. Im Fokus steht das Gebiet „Machine Learning Control“, d. h. der Einsatz von KI für den Entwurf und den Betrieb von Regelungssystemen in unbemannten Luftfahrzeugen. In der bemannten Luftfahrt sind in Abhängigkeit vom Luftfahrzeug permanent Entscheidungen zu treffen, um das Luftfahrzeug optimal zu betreiben. Diese sollen mittels künstlicher Intelligenz abgebildet werden, um so eine unbemannte Luftfahrt zu unterstützen. In der Entwicklung insbesondere von Mobilitätsprodukten finden regelmäßig Versuche und Berechnungen statt. Die Nutzung von Simulationstools für Berechnungen hat bereits zu einer Optimierung der Effizienz in der Produktentwicklung geführt. Simulationsrechnungen und auch Kostenkalkulationen können zwar auf Ähnlichkeiten basieren. Die dafür notwendigen Abschätzungen sind aber in vielen Fällen noch vom Menschen abhängig. Es soll erforscht werden, wie Ähnlichkeitsbetrachtungen mittels KI abgebildet und in der Produktentwicklung aktiv genutzt werden können, um Produktentwicklungen rascher und mit weniger Ressourcenaufwand durchführen zu können.

Stelleninhaber: Prof. Dr. Gerhard Elsbacher

Intelligente autonome Flugführung

Ziel der Professur ist es, mit Hilfe von KI-Methoden an Lösungen für die Herausforderungen in der Flugführung für das unbemannte Fliegen zu arbeiten. Im Fokus der Anwendung stehen Flugmanagement-Systeme mit zunehmender Autonomie für klassische Luftfahrzeuge sowie UAM. Die Verknüpfung von aktuellen KI-Methoden und die Erforschung von Verfahren des maschinellen Lernens für sicherheitskritische Systeme sollen effiziente Lösungen für folgende Anwendungen ermöglichen: Verarbeitung von Ergebnissen der Umfelderfassung und Umplanung der Trajektorie, Flugführung für vollautonomes Fliegen für optional bemannte und unbemannte Flugsysteme incl. UAM sowie die Integration von unbemannten Flugsystemen in den Luftraum.

Stelleninhaber: Prof. Dr. Christian Seidel

Gesellschaftliche Implikationen und ethische Aspekte der KI

Der Einsatz von KI erfordert gesellschaftliche Akzeptanz. Dazu sind die gesellschaftlichen Implikationen im Sinne der Technikfolgenabschätzung von KI-Anwendungen zu erforschen. In diesem Zusammenhang ist auch eine ethische Betrachtung erforderlich. Die mangelnde Transparenz und Erklärung von automatischen Entscheidungen oder Empfehlungen, die von KI-Algorithmen gefällt werden, ist kritisch. Aus dieser gesellschaftlichen und ethischen Sicht auf die Folgen des Einsatzes von KI ergeben sich wiederum Anforderungen an die Entwicklung und den Test von Mobilitätssystemen und Smart Services, die auf KI-Verfahren beruhen. Ziel der Professur ist es, an der Schnittstelle zwischen technischen und gesellschaftlichen Implikationen der Verwendung von KI in Mobilitätssystemen zu forschen und Grundlagen für die gesellschaftliche Akzeptanz von KI Mobilitätsanwendungen zu erarbeiten.

Stelleninhaber: Prof. Dr. Matthias Uhl

Intermodale Mobilität und Künstliche Intelligenz

Ziel der Professur ist es an Methoden zu arbeiten, um den Personen- und Güterverkehr effizienter, nachhaltiger und komfortabler zu gestalten. Im Zentrum steht die KI-gestützte Optimierung und Verzahnung von klassischen Mobilitätsangeboten (z. B. ÖPNV mit Individualverkehr), individuellen Mobilitätskonzepten (z. B. Sharing-Angeboten) und Abstell- und Energieversorgungsinfrastruktur (z.B. Ladesäulen). Insbesondere sollen Smart Services für den urbanen Raum im Rahmen der Steigerung von Effizienz, Nachhaltigkeit und Komfort betrachtet werden. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf den ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten der Nutzung von Smart Services. Das Forschungsgebiet soll die makroskopische und mikroskopische Verkehrsbetrachtung zusammenführen und den Nutzen von Mobilitätsanwendungen auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht erforschen.

Stelleninhaber: Prof. Dr. Harry Wagner 

 

Innovative Mobilitätskonzepte und Geschäftsmodelle der KI

Die Professur ist als zentrale Querschnittsprofessur im KI-Mobilitätsnetzwerk angelegt. Sie soll netzwerkübergreifend innovative Mobilitätskonzepte erforschen, die durch den Einsatz von Methoden der KI möglich werden mit dem Ziel einen positiven ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Dabei wird sich die Professur auf die Erforschung nachhaltiger Geschäftsmodelle im Bereich der KI-gestützten Mobilität und deren Anwendung durch Start-Ups oder etablierte Unternehmen (Intrapreneure) fokussieren.

Mit der Forschung zur Verwertbarkeit der Forschungsergebnisse im gesamten Mobilitätsnetzwerk übernimmt die Professur eine übergreifende Klammer- und Koordinationsfunktion. Sie ist mit allen anderen Forschungsprofessuren des Knotens und der Endpunkte vernetzt. Aufgrund ihres Innovations- und Organisationsbezugs soll die Professur die notwendige Koordinierungsfunktion im Netzwerk des KI-Knotens und der KI-Endpunkte übernehmen, beispielhaft in der Erarbeitung hochschulübergreifender Use Cases und Leuchtturmprojekte oder der Organisation fachlich-wissenschaftlicher Austauschformate.

Professuren aus Stiftungs- bzw. Eigenmitteln

KI-Anwendungen in innovativen Produktions- und Logistiksystemen (Stifter Audi)

Die Stiftungsprofessur unterstützt die Ziele des Anwendungsclusters „KI-gestützte Auto-mobilproduktion“ und legt den Fokus auf die Optimierung von Logistik- und Produktionsprozessen durch KI-gestützte Analysen und Prognosen.

Stelleninhaber: Prof. Dr. Jürgen Bock

Autonome kooperierende Systeme (Förderer Fraunhofer)

Nachhaltige Stadtentwicklung und Künstliche Intelligenz (Stifter Stadt Ingolstadt)

Die Stiftungsprofessur der Stadt Ingolstadt „Nachhaltige Stadtentwicklung und Künstliche Intelligenz“ adressiert einerseits Voraussetzungen in der Infrastruktur, die für das automatisierte Fahren und das unbemannte Fliegen notwendig werden, sowie die makroskopische Betrachtung des Verkehrs, mit dem Ziel durch datenbasierte Verfahren den Verkehrsfluss zu optimieren. Ein weiterer Schwerpunkt der Professur liegt in der Erforschung von KI-Methoden für die Mobilitäts- und Infrastrukturplanung in urbanen Räumen als grundlegende Werkzeuge zur nachhaltigen Gestaltung des städtischen Lebensraums.

Stelleninhaber: Prof. Dr. Stefanie Schmidtner

Text- und Sprachverstehen (Eigenmittel)

Die aus Eigenmitteln finanzierte Professur für „Text- und Sprachverstehen“ soll einen Beitrag für eine optimierte Mensch-Maschine-Schnittstelle leisten. Im Fokus der Forschungsarbeit stehen KI-Methoden zur Verarbeitung von Zeitreihen wie z. B. rekurrente neuronale Netze aber auch neue Möglichkeiten zur semantischen Beschreibung der Sprache. Es sollen Architekturen von KI-Sprachverarbeitungssystemen erforscht werden, die der Erkennung gesprochener Sprache und der Sprachmodellierung dienen. Es ist zu erwarten, dass zukünftig ein wesentlicher Anteil der Kommunikation zwischen Menschen und Maschinen über Sprache stattfinden wird. Damit ergeben sich auch bei dieser Professur zentrale Schnittstellen zu den drei Anwendungsclustern des KI-Mobilitätsknotens

Stelleninhaber: Prof. Dr. Munir Georges (Stellenantritt zum 01.09.2020)

Computer Vision for Intelligent Mobility Systems (Eigenmittel)

Bei der aus Eigenmitteln finanzierten Professur „Computer Vision for Intelligent Mobility Systems“ liegt der Forschungsschwerpunkt auf fortgeschrittenen Methoden der KI im Bereich der Bildverarbeitung. Besondere Beachtung erhalten dabei Randbedingungen, die beim Einsatz von Kameras in Mobilitätsträgern berücksichtigt werden müssen, wie z. B. widrige Umweltbedingungen oder eine hohe Dynamik. Das Ziel ist die Erforschung von KI-Architekturen, die eine hohe Detektionsgüte aus Kameradaten selbst unter solchen Randbedingungen zuverlässig gewährleisten können. Weil Kameras zu den wichtigsten Sensoren bei der Realisierung des automatisierten Fahrens, des unbemannten Fliegens und der Zustandsbeobachtung in der automobilen Produktion gehören, hat diese Professur zentrale Schnittstellen zu den Forschern in den drei Anwendungsclustern des KI-Mobilitätsknotens.

Stelleninhaber: Prof. Dr. Torsten Schön

Model-based Systems Engineering und Software Engineering (Stifter Airbus D&S)

Die technisch anspruchsvollen Systeme in der Luftfahrt gewinnen durch die Entwicklungen zum autonomen Fliegen weiter an Komplexität. Dies führt dazu, dass der Umfang an Software und KI-Verfahren in den Systemen stark zunimmt und die Betriebszustände umfassender überwacht werden müssen. Um diese steigende Komplexität zu beherrschen und dem sehr hohen Anspruch an Qualität und Zuverlässigkeit gerecht zu werden, sind Methoden des Model-based System Engineering und die Erforschung geeigneter Verfahren zur Modellierung von Systemen, die datenbasierte KI-Komponenten enthalten, notwendig. Diesen Aufgaben an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften und der Informatik widmet sich die AIRBUS-Stiftungsprofessur Model-based Systems Engineering.

Stelleninhaber: Prof. Dr. Stefan Kugele 

Bildverstehen und medizinische Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (Stifter Klinikum Ingolstadt)

Bildgebende Verfahren, von statischen Röntgenbildern über bewegte Ultraschall- und Live-Endoskopie-Aufnahmen bis hin zu vielschichtigen CT- und MRT-Bildern sind in der medizinischen Diagnostik heute Standard. Dabei bieten neue Methoden der KI zur Bildanalyse ein enormes Potential, die Diagnostik effizienter und effektiver zu gestalten und so Therapien passgenauer abzuleiten. Daher erforscht die Stiftungsprofessur des Klinikums Ingolstadt Möglichkeiten, Erfolgsfaktoren und Grenzen von KI-Bildanalyse-Verfahren in medizinischen Anwendungsfeldern.

Stelleninhaber: Prof. Dr. Marc Aubreville 

Bio-Mechatronik und Sensordatenanalyse (Stifter Klinikum Ingolstadt)

Im Bereich Life Sciences spielt die automatisierte, sensor-gestützte Datenerfassung von Leistungs- und Vitaldaten wie z.B. Schrittanzahl, Herz- und Atemfrequenz oder Blutzuckersiegel eine zentrale Rolle. Die Stiftungsprofessur des Klinikums Ingolstadt adressiert Möglichkeiten, Erfolgsfaktoren und Grenzen von neuen Verfahren der Biomechanik zur Datengewinnung. Zudem wird erforscht, durch welche Verfahren der KI die gewonnenen Sensordaten optimal analysiert werden können. Der Fokus reicht dabei von medizinischen und medizin-nahen Anwendungsfeldern bis hinein in den „Quantified-Self“-Sport- und Freizeitbereich.

Stelleninhaber: Prof. Dr. Marion Menzel 

Artificial Intelligence in Consumer Commerce (Stifter MediaSaturn)

Händler und Hersteller stehen gleichermaßen vor der Herausforderung, ihre Produkte in zunehmend gesättigten Märkten an Endkunden zu verkaufen. Daher gilt es beispielsweise, das Einkauferlebnis in allen Kanälen (z.B. stationär, digital) für Kunden zu verbessern und zudem durch gute Prognosen die Beschaffungslogistik auf dynamische Bedarfe hin zu optimieren. In diesen Feldern bieten datengestützte Verfahren der KI neue Ansätze für eine Optimierung, deren Potential durch die MediaMarkt-Stiftungsprofessur in konkreten Anwendungsfeldern analysiert wird. Dabei wird auch die Akzeptanz des KI-Einsatzes in diesem Bereich begleitend beobachtet und bewertet.

Stelleninhaber: Prof. Dr. Michael Jungbluth 

Kontakt

  1. Prof. Dr.-Ing. Michael Botsch

    Wiss. Leiter Institut AImotion Bavaria; Studiengangleiter Automatisiertes Fahren und Fahrzeugsicherheit (Master)

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