Internationale Aktivitäten des InES

Der fehlende Zugang zu Energie zählt global betrachtet zu den größten Hindernissen für Bemühungen zur Armutsbekämpfung und Industrialisierung. Deshalb ist die internationale Ausrichtung der Forschungsaktivitäten des InES ein zentrales Element der Institutsstrategie. Dabei bauen die InES-Forschenden in vielerlei Hinsicht auf internationale Kooperationen im Bereich Erneuerbare Energien.

Im Sinne der hochschulweiten Internationalisierung leitet das InES bereits seit dem Jahr 2004 internationale Forschungsprojekte und bietet Studierenden aus aller Welt die Möglichkeit, einen Forschungsaufenthalt in Ingolstadt zu absolvieren. Bisher waren knapp 40 internationale Gäste im Rahmen von Praktika, Abschlussarbeiten oder sonstigen wissenschaftlichen Aufenthalten am Institut tätig.

Schwerpunkt Afrika

Das InES-Team hat sich auf Kooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen in Afrika spezialisiert. Trotz der reichlich vorhandenen Sonnen-, Wind- und Biomasse-Ressourcen haben große Teile der Bevölkerung in den ländlichen Gebieten afrikanischer Länder keinen Zugang zu Elektrizität. Um dies zu ändern, gehören die Förderung der Nutzung von auf Erneuerbaren Energien basierenden Energieanlagen sowie der Technologietransfer mit Akteuren vor Ort zu den Kernthemen der internationalen Zusammenarbeit des Instituts.

InES in Afrika (Karte)

Meilensteine

10/2019 Fortführung HAW Kenia

Dank der erneuten Förderung des DAAD kann die Initiative East Africa Network of Excellence for Universities of Applied Sciences unter der Leitung des InES bis Ende 2021 fortgeführt werden. Dabei erfolgt eine inhaltliche Fokussierung auf Ingenieurwissenschaften, konkret Technik Erneuerbarer Energien.
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07/2019 Projektstart Ökoflussplan

Die Bewahrung von Auwäldern entlang des Flusses Naryn in Kirgisistan steht im Mittelpunkt des internationalen und fachübergreifenden Projekts "ÖkoFlussPlan". An dem dreijährigen Projekt beteiligen sich Partnerinstitutionen aus Deutschland und Kirgisistan. Es hat zum Ziel, die Auwälder entlang des Naryn zu bewahren sowie nachhaltige Energieressourcen für die lokale Bevölkerung anzubieten und zu implementieren. Das InES ist hierbei für das Teilprojekt "nachhaltige Energieressourcen" verantwortlich. Ökoflussplan wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

05/2019 Elektromobilität in Kenia

Die Siemens Stiftung betreibt über ein lokales Tochterunternehmen am Viktoriasee in Kenia sogenannte Water-Energy-Hubs (WE! Hubs). Diese ermöglichen der Bevölkerung rund um den See den Zugang zu nachhaltig erzeugtem Strom und sauberem Trinkwasser. Im Auftrag der Siemens Stiftung erarbeitet das InES Konzepte zur integration von E-Mobiität in die existierende WE! Hub-Infrastruktur, um so den Wirkradius der WE! Hubs ins Landesinnere zu erweitern. Darüber hinaus sollen beispielsweise Fischerboote zukünftig mit PV-Strom betrieben werden und damit dazu beitragen das fragile Ökosystem des Viktoriasees zu schützen.

04/2019 Projektstart PROCEED

Das anwendungsorientierte Verbundvorhaben „Pathway to Renewable Off-Grid Community Energy for Development (PROCEED)“ untersucht Optionen für eine nachhaltige und auf Erneuerbare Energien basierende Energieversorgung über Inselnetze im ländlichen Afrika. Unter der Leitung des InES zielen die deutschen und namibischen Projektpartner mit ihrem interdisziplinären Ansatz (Gesellschaft, Wirtschaft, Technologie) auf eine effektive Verknüpfung der Technologie- und Dienstleistungsentwicklungen ab. PROCEED wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
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03/2018 Forschungskooperation mit der ENSTAB in Tunesien

Auf Initiative des InES schloss die THI Anfang 2018 eine Hochschulpartnerschaft mit der École Nationale des Sciences et Technologies Avancées à Borj Cedria (ENSTAB) in Tunesien. Die Zusammenarbeit der beiden Institutionen wurde durch den Gastaufenthalt zweier Studierender der ENSTAB am InES und einem Delegationsbesuch der ENSTAB-Hochschulleitung in Ingolstadt im Oktober 2017 angeregt. Im Rahmen der Partnerschaft sind neben Studierendenaustausch gemeinsame Forschungsprojekte im Bereich Erneuerbare Energien geplant.

11/2017 Projektstart HAW Kenia

Mit der Initiative East Africa Network of Excellence for Universities of Applied Sciences startet das InES die Zusammenarbeit mit Partnern in Kenia. Das übergreifende Ziel des Programms ist es, kenianische Hochschulangehörige über das deutsche Konzept der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) zu informieren und einen Transfer in den lokalen Kontext zu begleiten. Das zweijährige Projekt wird von der Hochschule Neu-Ulm (HNU) geleitet und durch das Auswärtige Amt und den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert.
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09/2017 Forschungskooperation mit Äthiopien

Ergänzend zu der Partnerschaftsvereinbarung mit der Addis Ababa University of Science and Technology (AASTU) aus dem Jahr 2016 vereinbarten die THI und das äthiopische Wissenschaftsministerium (engl. Ministry of Science and Technology, MoST) nun die Vertiefung ihrer Zusammenarbeit im Rahmen von angewandten Forschungsprojekten im Bereich Erneuerbare Energien. Die Inhalte der Kooperation wurden im Rahmen einer vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderten Anbahnungsreise einer Delegation der THI in Äthiopien im August 2017 definiert.

08/2017 Abschluss des NEED-Projekts

Nach einer Laufzeit von 3,5 Jahren konnte das NEED-Projekt im August 2017 inhaltlich erfolgreich abgeschlossen werden. Als erstes von der THI koordiniertes EU-Förderprojekt wurden unter Leitung des InES wichtige Erkenntnisse zur nachhaltigen und sicheren Energieversorgung für Subsahara-Afrika entwickelt. NEED wurde im Rahmen des ACP Science and Technology II Programms der Europäischen Union gefördert.
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01/2016 Projektstart AIR

Das Projekt Academic Initiative for Renewables (AIR) wird im Rahmen des Programms „Praxispartnerschaften zwischen Hochschule und Unternehmen in Deutschland und in Entwicklungsländern“ von 2016-2019 durch den Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD) gefördert. Ziel des Projekts ist der Aufbau einer praxisrelevanteren akademischen Ausbildung im Bereich der Erneuerbaren Energien. Insgesamt werden sieben Partneruniversitäten und 15 Industriepartner aus den Ländern Botswana, Malawi, Mosambik, Südafrika, Sambia und Simbabwe am Projekt mitwirken.
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01/2016 Kooperationsvereinbarung mit der Addis Ababa Science & Technology University in Äthiopien

Im Juni 2015 besuchte eine fünfköpfige Delegation aus Äthiopien die THI, um sich über internationale Aktivitäten zu informieren und gemeinsam über mögliche Bereiche für eine Zusammenarbeit auszutauschen. Die Vertreter/innen des äthiopischen Wissenschaftsministeriums, der technischen Universität der Hauptstadt Addis Abeba sowie weiteren Regierungsmitgliedern initiierten die langfristige institutionelle Partnerschaft.

03/2014 Projektstart NEED

Zusammen mit fünf Partnern aus Namibia, Sambia und Botswana hat sich die THI zum Ziel gesetzt, Strukturen für den Aufbau technischen Know-hows im Bereich der Erneuerbaren Energien in den beteiligten Ländern zu schaffen, wichtige Akteure vor Ort zu vernetzen und das Bewusstsein und die Handlungsbereitschaft für Erneuerbare Energien auf politischer Ebene zu steigern. Das Network of Energy Excellence for Development (NEED) hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird durch die Europäische Union im Rahmen des ACP Science and Technology II Programms gefördert.
Newsartikel "THI startet zusammen mit afrikanischen Partnern das Forschungsprojekt NEED" lesen >>

02/2014 Gründung des Bayerischen Forschungsinstituts für Afrikastudien (BRIAS)

BRIAS beruht auf eine Zusammenarbeit der THI mit der Universität Bayreuth, der Universität Würzburg und der Hochschule Neu-Ulm auf dem Gebiet der Afrikastudien. Das multidisziplinäre Forschungsinstitut will Politik und Gesellschaft für afrikarelevante Themen sensibilisieren und Kooperationen mit afrikanischen Forschungspartnern fördern. So werden gemeinsam mit Partnern in Afrika neue Forschungsideen entwickelt und umgesetzt.
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2013 Student Project "Tourist Lodge"

Dr. Tobias Bader, damals Doktorand am InES, erarbeitet mit Studierenden das Energiekonzept für eine sogenannte "EcoEduLodge". Es geht dabei um eine beispielhaft mit erneuerbarer Energietechnik ausgestatteten Tourist Lodge, die zugleich zu Lehrzwecken dienen kann.

 

 

11/2012 Anbahnungsreise in Botsuana und Namibia

Im Rahmen einer Fact-Finding-Mission besuchen Wissenschaftler des InES Hochschulen, Forschungseinrichtungen und weitere lokale Akteure zum Thema Erneuerbarer Energietechnik in Botsuana und Namibia.
Auf dieser Reise werden zusammen mit den Partnern vor Ort Eckpunkte des NEED-Projekts erarbeitet.

 

02/2012 Anbahnungsreise in Botswana

Die erste Anbahnungsreise zum Aufbau von Hochschulkontakten in Subsahara Afrika führt an die Botswana International University of Science and Technology.
Newsartikel "Hochschule Ingolstadt vereinbart Kooperation mit Universität in Botswana zu Erneuerbaren Energien" lesen >>

2004 Amadi Solar

Auf Anfrage des Augustinus Missionswerk Würzburg und unter Beteiligung der HaWi Energietechnik GmbH erstellen Studierende ein Energiekonzept für ein Krankenhaus im Kongo.

Kontakt

Bereichsleiter Technologietransfer & Internationale Projekte am Institut für neue Energie-Systeme (InES)
Stefan Schneider, M.Sc.
Tel.: +49 841 9348-6680
Raum: S408
Fax: +49 841 9348-996680
E-Mail:

Projekte

Internationales Forschungsnetzwerk

Zudem kooperieren die Forschenden des InES auf internationaler Ebene mit folgenden, wissenschaftlichen Vereinigungen und Partnern (Auswahl):

  • International Solar Energy Society (ISES)
  • Forschungsplattformen der International Energy Agency: Task 38: Solar Air-Conditioning; Task 39: Polymeric Materials for Solar Thermal Applications
  • De Montfort University, Leicester (GB): Institute of Energy and Sustainable Development
  • City University of Hong Kong (CN): Division of Building Science and Technology

InES-Projekt als Baustein für internationalen Klimaschutz

Das im April 2019 gestartete Projekt PROCEED ist im Förderprogramm CLIENT II Baustein für die internationalen Bemühungen zum Klimaschutz. Das Video zeigt, wie CLIENT II die internationale Zusammenarbeit zur Entwicklung innovativer und nachhaltiger Klima-, Energie-, Umwelt- und Ressourcenlösungen unterstützt und erläutert seinen wegweisenden Ansatz zur Förderung gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsprojekte zwischen deutschen Forschungseinrichtungen und Unternehmen sowie ähnlichen Partnern in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Video anschauen:

Scheduled Start PROCEED Project