TH Ingolstadt baut Hochschulnetzwerk mit afrikanischen Partner-Universitäten weiter aus

Förderung für neues Projekt zur Hochschulbildung und Netzwerkentwicklung für Erneuerbare Energien im südlichen Afrika

Das Institut für neue Energie-Systeme (InES) der Technischen Hochschule Ingolstadt hat die Förderung für ein weiteres, vierjähriges Projekt im südlichen Afrika erhalten. Fördermittelgeber ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Ziel des im Januar gestarteten AIR-Projektes (Academic Initiative for Renewables) ist der Aufbau einer praxisrelevanteren akademischen Ausbildung im Bereich der Erneuerbaren Energien. Insgesamt werden sieben Partneruniversitäten aus den Ländern Botswana, Malawi, Mosambik, Südafrika, Sambia und Simbabwe am Projekt mitwirken.

Die Voraussetzungen zur Nutzung Erneuerbarer Energien im südlichen Afrika sind unter anderem auf Grund der hohen solaren Einstrahlung besonders gut. Allerdings mangelt es vielerorts an technisch qualifizierten und erfahrenen Arbeitskräften. Vor diesem Hintergrund soll das AIR-Projekt während seiner vierjährigen Laufzeit und darüber hinaus Fortschritte in diesem Bereich vorantreiben.

Im Projekt werden auch 15 Industriepartner vertreten sein, um den spezifischen Bedürfnissen der lokalen Arbeitsmärkte gerecht zu werden. Ihre Erfahrungen und spezifischen Kenntnisse bieten optimale Voraussetzungen dafür, um die Universitäten in der Umsetzung von praxisorientierten Studiengängen zu unterstützen. Eine weitere Zusammenarbeit mit den Unternehmen soll durch Einbindung der Studierenden in Projektarbeiten in den Betrieben stattfinden. Darüber soll ein spürbarer Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung dieser Länder erzielt werden.

Während der Projektumsetzungsphase soll sich zudem ein Hochschulnetzwerk etablieren, das die Industrievertreter aus dem südlichen Afrika und Deutschland aktiv einbindet. Die insgesamt acht Meetings und Workshops, die jeweils zweimal pro Jahr an den verschiedenen Hochschulen der Zielregion und Deutschland stattfinden, werden hierzu einen wertvollen Beitrag leisten.

Während des Projektes werden auch insgesamt 16 Masterstudierende und Doktoranden an einem je zehntägigen Austausch zu den Partnerhochschulen teilnehmen, um das Wissen im Bereich Erneuerbare Energien auszutauschen und die Kurse und Labore vor Ort zu besuchen.