EU-Fördermöglichkeiten
Die Europäische Union stellt ein breites Spektrum an Fördermöglichkeiten bereit. Unterstützt werden Projekte und Programme in allen EU-Mitgliedstaaten sowie darüber hinaus, unter anderem in den Bereichen Regional- und Stadtentwicklung, Beschäftigung und Forschung. Die inhaltliche Ausrichtung folgt den forschungs-, struktur- und wirtschaftspolitischen Prioritäten der EU.
Neben zahlreichen themenspezifischen Förderprogrammen bildet das siebenjährige Forschungsrahmenprogramm den zentralen Bestandteil der europäischen Forschungsförderung.
Die Stabsstelle Forschung und Transfer (StFT) informiert über Finanzierungsmöglichkeiten auf EU-Ebene und begleitet Antragsverfahren, indem sie bei der Entwicklung und Einreichung von Förderanträgen unterstützt.
In folgenden EU-Förderprogrammen ist die THI besonders aktiv:
Horizont Europa
Horizont Europa ist das neunte Rahmenprogramm für Forschung und Innovation der Europäischen Union und folgt auf Horizon 2020. Mit einem Budget von rund 95,5 Mrd. Euro für den Zeitraum 2021–2027 zählt es zu den weltweit größten öffentlichen Förderprogrammen.
Das Programm umfasst vielfältige Fördermöglichkeiten – von der Grundlagenforschung bis zu anwendungsorientierten Projekten und Markteinführungsmaßnahmen. Weitere Schwerpunkte sind die Mobilität von Forschenden, die Stärkung des Europäischen Forschungsraums sowie der Ausbau von Forschungsinfrastrukturen. Förderfähig sind Einzelvorhaben, Konsortialprojekte und Unternehmensbeteiligungen, insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen.
Informationen zu Programmen, Ausschreibungen, Regelwerken, Antragstellung und Projektabwicklung sind zentral im EU Funding & Tenders Portal verfügbar.
Ausgewählte Förderformate in Horizont Europa
Die zweite Säule von Horizont Europa zielt darauf ab, globale Herausforderungen zu adressieren und die nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 2030 sowie des Pariser Klimaschutzabkommens zu unterstützen. Sie gliedert sich in sechs thematische Cluster:
- Gesundheit
- Kultur, Kreativität und inklusive Gesellschaft
- Zivile Sicherheit
- Digitalisierung, Industrie und Weltraum
- Klima, Energie und Mobilität
- Lebensmittel, Bioökonomie, natürliche Ressourcen, Landwirtschaft und Umwelt
Fördermittel werden überwiegend von interdisziplinären Forschungsverbünden beantragt, die durch eine koordinierende Einrichtung geleitet werden. Thematische Ausschreibungen erscheinen in zweijährigen Arbeitsprogrammen im EU Funding und Tender-Portal.
Erfolgreiche Antragstellungen basieren meist auf etablierten Forschungsnetzwerken und fundierter Erfahrung mit den Abläufen des EU‑Antragsprozesses.
Marie Skłodowska-Curie Actions (MSCA) fördern die Karriereentwicklung von Forschenden und setzen dabei besonders auf internationale Mobilität. Unterstützt werden wissenschaftliche Aktivitäten in einem internationalen, interdisziplinären und intersektoralen Umfeld. Ziel ist sowohl die Erweiterung individueller Forschungskompetenzen als auch die Stärkung institutioneller Strukturen.
Im EU‑Programm Horizont Europa stehen für die MSCA insgesamt 6,6 Mrd. EUR zur Verfügung. Die fünf Förderlinien sind offen für alle Forschungsbereiche und unterstützen Projekte von der Grundlagenforschung bis zur Markterschließung.
EU-Missionen sind sichtbare und ambitionierte Vorhaben, die den Mehrwert europäischer Investitionen in Forschung und Innovation hervorheben. Gemeinsam mit Experten sowie der Öffentlichkeit wurden fünf Themenfelder („Mission Areas“) definiert, die die europäische Forschungslandschaft in den kommenden Jahren prägen:
- Anpassung an den Klimawandel
- Krebs
- Gesunde Ozeane, Meere sowie Küsten- und Binnengewässer
- Klimaneutrale, intelligente Städte
- Bodengesundheit und Ernährung
Für jede Missions Area wird eine Mission mit klar formulierten Zielen bis 2030 umgesetzt.
Die zugehörigen Ausschreibungen sind im Abschnitt „12. Missions and Cross-cutting Activities“ des Arbeitsprogramms von Horizont Europa zu finden. Die jeweiligen Arbeitsprogramme stehen im EU Funding und Tender-Portal unter “Work programme & call documents” bereit.
Links zu nationale Beratungsstellen für internationale Fördervorhaben
Europäische Struktur- und Investitionsfonds
Die Struktur- und Investitionsfonds werden von der Europäischen Kommission gemeinsam mit nationalen und regionalen Behörden verwaltet. Ziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen in europäischen Regionen durch Investitionen in zentrale Entwicklungsfelder. Die EU stellt hierfür finanzielle Mittel über mehrere Fonds bereit, darunter der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Europäische Sozialfonds (ESF).
Weiterführende Links:
- Grundlagen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) (April 2024)
- BMWE-Artikel zur EU-Kohäsions- und Strukturpolitik (16.08.2024)
- Informationen zur EFRE-Förderperiode 2021 – 2027 in Bayern
Europäische Partnerschaften
Europäische Partnerschaften bündeln gemeinsame Forschungs‑ und Innovationsprogramme der Europäischen Kommission mit privaten und öffentlichen Partnern. Sie unterstützen zentrale politische Ziele der EU, darunter den Grünen Wandel, die Digitalisierung und die Pandemievorsorge.
In Horizont Europa sollen sie die Forschungs‑ und Innovationslandschaft vereinfachen. Der Ansatz ist deutlich wirkungsorientiert; im Mittelpunkt stehen die angestrebten und bereits erreichten Beiträge der Partnerschaften zu Forschung und Innovation.
Beispiele für die 49 Europäischen Partnerschaften sind:
- Co-programmed European Partnerships
CCAM - European Partnership on Connected, Cooperative and Automated Mobility
2Zero Emission
BATT4EU Partnership – BATT4EU (bepassociation.eu)
Ausschreibungen im Arbeitsprogramm der Säule II von Horizont Europa - Co-funded European Partnerships
ERA4HEALTH
Clean Energy Transition Partnership (cetpartnership.eu)
Driving Urban Transitions to a sustainable future - DUT Partnership
Ausschreibungen in der Regel auf den Internetseiten der Partnerschaften und/oder der beteiligten nationalen Förderorganisationen - Institutionalized European Partnerships
Clean Hydrogen Partnership (europa.eu)
European Institute of Innovation & Technology (EIT) | EIT (europa.eu)
Chips JU (europa.eu)
Ausschreibungen in der Regel auf den Internetseiten der Partnerschaften
Eine Gesamtübersicht findet sich hier.
EUREKA-Netzwerke
EUREKA ist ein europäisch-internationales Netzwerk für anwendungsnahe Forschung und Entwicklung (F&E) in Europa und bietet Unternehmen und Forschungseinrichtungen einen Rahmen auch für kleinere grenzüberschreitende Kooperationsprojekte.
EUREKA-Projekte können als Netzwerkprojekte, themenoffen bei den Eurostars- und Globalstars-Projekten in allen technologischen Bereichen oder auch als thematisch orientierte Projekte als EUREKA-Cluster eingereicht werden.
Mindestanforderung ist in der Regel die Beteiligung zweier unabhängiger Unternehmen aus unterschiedlichen EUREKA‑Mitgliedsländern sowie eine ausgewogene Verteilung von Aktivitäten und Budgets zwischen den Partnern.
Vor einer Antragstellung wird eine Beratung durch die nationalen Kontaktstellen empfohlen.
Kontakt
Bitte richten Sie Anfragen bevorzugt an die zentrale E‑Mail‑Adresse:
E-Mail: forschung@thi.de
Ansprechpartner

Dipl.-Ing. (FH) Christian Duft
Tel.: +49 841 9348-6140
Raum: F110
Fax: +49 841 9348-996140
E-Mail: Christian.Duft@thi.de
EU-Projekte
Eine Auswahl an laufenden und abgeschlossenen EU-Projekten finden Sie hier.



















