KI & Recherche
Sie suchen Literatur für Ihre Seminar- oder Abschlussarbeit und überlegen neben traditionellen Recherchemöglichkeiten auch KI-Tools zur Hilfe zu nehmen?
Sie möchten Ihre Recherche effizienter gestalten und die Potenziale der KI gezielt anwenden?
Wir unterstützen Sie dabei und stellen Ihnen eine Auswahl an geeigneten KI-Tools vor.
KI-Tools können faktisch falsche Informationen oder erfundene Quellen, sogenannte Halluzinationen, generieren, weshalb jede Ausgabe kritisch überprüft werden muss. Es besteht das Risiko wissenschaftlichen Fehlverhaltens, wenn KI-generierte Inhalte ungekennzeichnet übernommen oder als Eigenleistung ausgegeben werden. Zudem können Datenschutzprobleme entstehen, wenn unveröffentlichte Forschungsdaten oder personenbezogene Informationen in externe Systeme eingegeben werden. Methodisch problematisch ist außerdem, dass KI-Modelle keine echte Quellenkritik betreiben und Verzerrungen (Bias) aus Trainingsdaten reproduzieren können.
Empfehlung: Verwenden Sie KI-Tools ergänzend zu klassischen Rechercheinstrumenten – nicht als Ersatz!
Die folgenden Tools erleichtern den Einstieg in die Recherche, indem sie bei der Themenfindung und der Entwicklung von Forschungsfragen unterstützen. Sie schlagen relevante Themenfelder und Fragestellungen vor und helfen so, den Forschungsprozess gezielt zu starten. Gut geeignet zur Erstellung von Gliederungen und zur Unterstützung der Begriffssuche für die Literatursuche.
ChatGPT kann Sie im wissenschaftlichen Kontext bei der Literaturrecherche unterstützen, indem es Themen strukturiert, zentrale Konzepte erklärt und Forschungsfragen präzisiert. Es hilft Ihnen außerdem beim Formulieren, Überarbeiten und Strukturieren von Seminararbeiten oder Exposés sowie bei der Zusammenfassung komplexer Fachtexte. Zusätzlich kann es methodische Ansätze erläutern oder bei programmiertechnischen Fragestellungen Orientierung geben.
Claude AI unterstützt Sie vor allem durch die Analyse und Zusammenfassung komplexer wissenschaftlicher Texte, PDFs und Datensätze, was die Literaturrecherche erheblich beschleunigt. Es hilft beim Strukturieren von Arbeiten, Brainstorming von Forschungsfragen und Formulieren wissenschaftlicher Texte, indem es Entwürfe optimiert oder stilistisch anpasst. Dank der großen Kontextfenster können ganze Arbeiten hochgeladen werden, um Feedback zu Logik, Argumentation oder Zitierweisen zu erhalten. Das Tool hilft Ihnen, Gemeinsamkeiten und Widersprüche zwischen mehreren Quellen zu identifizieren.
Copilot unterstützt Sie effizient bei der Literaturrecherche, indem es relevante Studien findet, Zusammenfassungen erstellt und hilft, komplexe Themen zu strukturieren. In Microsoft kann es Entwürfe für Hausarbeiten oder Präsentationen in Word und PowerPoint erstellen, Texte optimieren sowie Quellenangaben formatieren. Zudem hilft der KI-Assistent beim Verständnis schwieriger wissenschaftlicher Texte, indem er Konzepte erklärt und strukturierte Gliederungen vorschlägt.
Le Chat Mistral ist eine europäische Alternative zu bekannten KI-Tools und ist DSGVO-konform. Neben dem Einsatz in der Recherche und der Strukturierung von wissenschaftlichen Arbeiten, ist Le Chat von Mistral stark in der Datenanalyse. Es kann beispielsweise Python-Code ausführen, um Datensätze zu bereinigen, statistische Analysen durchzuführen und Visualisierungen zu erstellen.
Dieser datenschutzkonforme KI-Assistent (Zero-Access-Verschlüsselung) eignet sich besonders im Hochschulbereich, da die Konversationen nicht gespeichert oder zum Training der Modelle verwendet werden. Dies ist ideal für den Umgang mit sensiblen Forschungsdaten oder unveröffentlichten Manuskripten. Lumo unterstützt dich, indem es beim Analysieren, Zusammenfassen und Strukturieren von Forschungsunterlagen hilft. Durch die Möglichkeit, Dokumente wie PDFs hochzuladen und in „Projekten“ zu organisieren, können komplexe wissenschaftliche Texte effizient verarbeitet werden.
Perplexity.ai unterstützt Sie im Studium durch die KI-gestützte, zitationsbasierte Recherche, die verlässliche Quellen und wissenschaftliche Fachliteratur direkt liefert. Im speziellen „Academic“-Modus können Sie Forschungsfragen klären, Literatur übersichtlich zusammenfassen lassen und den Einstieg in komplexe Themen beschleunigen. Zudem hilft das Tool beim Strukturieren von Arbeiten, Brainstorming und durch das Hochladen von Dokumenten bei der Analyse von Studien.
Consensus unterstützt Sie, indem es mittels KI direkt in über 200 Millionen begutachteten Fachpublikationen nach Antworten sucht und diese verständlich zusammenfasst. Sie können komplexe Forschungsfragen stellen und erhalten evidenzbasierte Ergebnisse mit direkten Zitaten, was die Literaturrecherche für Seminar- oder Abschlussarbeiten erheblich beschleunigt. Zudem hilft das Tool, wissenschaftliche Konsense zu einem Thema zu identifizieren, Methodiken zu vergleichen und Zitationen korrekt zu exportieren.
Elicit unterstützt Sie bei Ihrer Seminar- oder Bachelor-/Masterarbeit, indem es mittels KI relevante Literatur über semantische Suche findet, auch ohne exakte Schlüsselwörter. Es analysiert und fasst Forschungsarbeiten, Methodiken sowie Ergebnisse automatisch zusammen, wodurch Sie bei Literaturrecherchen und Reviews bis zu 80 % Zeit sparen können. Zudem extrahiert das Tool gezielt Daten aus Papers, erstellt Vergleichstabellen und hilft dabei, Forschungsfragen zu explorieren.
ORKG ask unterstützt Sie im akademischen Bereich, indem es mittels KI gezielte Antworten auf komplexe Forschungsfragen aus über 80 Millionen wissenschaftlichen Publikationen extrahiert. Es ermöglicht eine semantische Suche, die über reine Schlagworte hinausgeht, und hilft Ihnen, den Stand der Forschung (State-of-the-Art) schneller zu überblicken. Zudem erleichtert das Tool die Literaturverwaltung durch integrierte Exportfunktionen und hilft dabei, Forschungsbeiträge über Disziplingrenzen hinweg zu vergleichen.
SciSpace unterstützt Sie durch eine KI-gestützte Plattform, mit der Sie wissenschaftliche Literatur schneller durchsuchen, verstehen und zusammenfassen können. Der "Copilot" erlaubt es, komplexe Papers, Formeln oder Tabellen zu markieren und direkt im Browser erklären zu lassen, was besonders für die Literaturrecherche hilfreich ist. Zudem können Sie eigene Arbeiten hochladen, Paraphrasierungs-Tools für den Schreibprozess nutzen und Zitationen automatisch generieren.
Scopus AI unterstützt Sie bei der wissenschaftlichen Arbeit, indem es komplexe Forschungsfragen durch die Analyse der Scopus-Datenbank in natürlicher Sprache beantwortet und relevante Literatur präzise zusammenfasst. Es erleichtert den Einstieg in neue Themen, identifiziert Forschungslücken sowie Schlüsselliteratur und visualisiert Verbindungen zwischen verschiedenen Forschungsfeldern. Zudem hilft es, die Recherchezeit zu verkürzen, da es verlässliche Zusammenfassungen auf Basis geprüfter Inhalte bietet.
Semantic Scholar unterstützt Sie im Studium durch eine KI-gestützte Literatursuche, die über 200 Millionen wissenschaftliche Arbeiten durchsucht und die relevantesten Quellen effizient hervorhebt. Dank Funktionen wie "TLDR"-Zusammenfassungen (Too Long; Didn't Read) und der Analyse von Zitationszusammenhängen können Sie Inhalte schneller verstehen und wichtige Forschungsarbeiten identifizieren. Zudem lassen sich durch persönliche Bibliotheken, Zotero-Integration und "Research Feeds" Literaturrecherchen strukturieren und stets auf dem neuesten Stand halten.
ChatGPT unterstützt als KI-Schreibwerkzeug besonders effektiv bei der Strukturierung von Arbeiten, der Formulierung komplexer Forschungsfragen und der Überwindung von Schreibblockaden durch das Generieren von Gliederungsentwürfen. Als Schreibassistent hilft er zudem, akademische Texte zu paraphrasieren, stilistisch zu verbessern, auf Fehler zu prüfen und das Literaturverzeichnis zu formatieren. Er kann zudem Feedback zu Rohentwürfen geben, wodurch der Schreibprozess effizienter gestaltet wird.
Grammarly unterstützt Sie, indem es englischsprachige Texte in Echtzeit auf Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung und Stil prüft, um die Klarheit und Präzision zu verbessern. Zudem helfen der integrierte Plagiats-Checker und Vorschläge für einen formelleren Tonfall dabei, akademische Standards einzuhalten und Arbeiten professionell aufzubereiten. Es ist ein wertvolles Werkzeug, um den eigenen Schreibstil zu verfeinern und sprachliche Barrieren zu überwinden.
Ein Schreibassistent, der sich auf Grammatikkorrektur, Rechtschreibprüfung und Tonoptimierung konzentriert.
Jasper unterstützt Sie besonders durch die schnelle Erstellung von Gliederungen, das Formulieren präziser Abschnitte und das Überwinden von Schreibblockaden. Er hilft dabei, den wissenschaftlichen Tonfall zu wahren, Sätze umzuformulieren und Texte inhaltlich zu strukturieren, was den gesamten Schreibprozess effizienter gestaltet. Zudem können durch die Nutzung von Dokumenten-Workflows längere Texte konsistent verfasst werden. Außerdem bietet das Tool Funktionen wie Plagiatserkennung und Formatierungshilfen.
Neuroflash unterstützt Sie besonders durch die KI-basierte Strukturierung und Formulierung von Texten, indem es hilft, akademischen Schreibstil zu optimieren oder Gliederungen zu erstellen. Durch Funktionen wie "Umschreiben" und "Weiterschreiben" können komplexe Sachverhalte präziser und im passenden Tonfall (akademisch/sachlich) formuliert werden. Zudem lassen sich durch den Dokumenten-Editor Entwürfe schneller entwickeln, was den Schreibprozess, beispielsweise bei Seminar- oder Abschlussarbeiten, effizienter macht.
KI-Tools können Ihnen die Arbeit erheblich erleichtern und Sie bei Ihrer wissenschaftlichen Literaturrecherche unterstützen. Doch die Qualität der Ergebnisse hängt stark von einer präzisen Eingabe, dem sogenannten Prompt, ab. Je klarer und detaillierter Ihr Prompt ist, desto besser die Antwort der KI. Nur mit dem richtigen Prompt wird das volle Potenzial der KI ausgeschöpft.
Ein guter Prompt ist präzise und klar, kontextualisiert und zielorientiert formuliert!
Er reduziert Interpretationsspielraum, definiert Ziel und Rahmenbedingungen präzise und macht Qualitätsanforderungen explizit.
Prompting-Tipps
Rolle definieren – Legen Sie fest, in welcher Rolle das KI-Modell antworten soll
Beispiel: Agiere als Professor für Maschinenbau mit Schwerpunkt Thermodynamik
Kontext bereitstellen – Beschreiben Sie Rahmenbedingungen wie Studiengang, Niveau, Ziel oder Projektrahmen
Beispiel: Der Text ist für eine Seminararbeit im 5. Semester Bachelor Maschinenbau an einer technischen Hochschule.
Konkretes Thema eingrenzen – Formulieren Sie das Thema klar und spezifisch
Beispiel: Thema: Vergleich der Effizienz von Wärmepumpensystemen in industriellen Anwendungen.
Ziel und Output definieren – Legen Sie fest, was genau Sie brauchen (z.B. Gliederung, Analyse, Literaturüberblick)
Beispiel: Erstelle eine strukturierte Gliederung mit kurzen inhaltlichen Erläuterungen zu jedem Abschnitt.
Format und Umfang spezifizieren – Bestimmen Sie Struktur, Länge, Zitierweise oder Darstellungsform
Beispiel: Umfang: ca. 800 Wörter, sachlich-wissenschaftlicher Stil, mit Stichpunkten und klaren Abschnittsüberschriften.
Qualitätskriterien und Einschränkungen formulieren – Definieren Sie methodische Anforderungen oder Abgrenzungen
Beispiel: Berücksichtige aktuelle technologische Entwicklungen, nenne typische Kennzahlen und weise auf mögliche Limitationen hin. Keine spekulativen Aussagen.
Beispielprompt:
Agiere als Professor für Maschinenbau mit Schwerpunkt Thermodynamik.
Der Text ist für eine Seminararbeit im 5. Semester Bachelor Maschinenbau an einer technischen Hochschule.
Thema ist der Vergleich der Effizienz von Wärmepumpensystemen in industriellen Anwendungen.
Erstelle eine strukturierte Gliederung mit kurzen fachlichen Erläuterungen zu jedem Abschnitt.
Umfang ca. 800 Wörter, sachlich-wissenschaftlicher Stil mit klaren Überschriften.
Berücksichtige relevante Leistungskennzahlen (z. B. COP, Jahresarbeitszahl), aktuelle technologische Entwicklungen sowie technische und wirtschaftliche Limitationen.












