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Labor für Triebwerkskomponenten (G214)

Im Labor für Triebwerkskomponenten lässt sich das in den Vorlesungen vermittelte theoretische Grundlagenwissen durch praktische Erkenntnisse am Versuchsprüfstand ergänzen. 

Der Bereich Grundlagen der Thermodynamik vermittelt die Hauptgleichungen zur energetischen Berechnung eines strömenden Fluids und führt Kennzahlen zur Prozessbewertung ein. Damit kann die Arbeitsübertragung der am Prüfstand verbauten Strömungsmaschinen wie auch deren Wirkungsgrad bestimmt werden. 
Technische Thermodynamik Strömungsmaschinen behandelt die drei existierenden Wärmetransportprozesse Leitung, Konvektion und Strahlung. Deren Gesetzmäßigkeiten werden am Prüfstand genutzt, um durch gezielte Maßnahmen Bauteile des Prüfstandes zu kühlen bzw. zu isolieren. Turbomaschinen zeigt, wie durch Beschleunigen und Verzögern einer Strömung diese auf einen höheren Druck verdichtet bzw. die Strömungsenergie genutzt wird, um eine drehende Welle anzutreiben. Entsprechende  Triebwerkskomponenten sind in ihrer Funktion am Versuchsprüfstand in reduzierter Komplexität vorhanden. Deren singuläre Eigenschaften wie auch deren Wirken im Triebwerksverbund lässt sich so vereinfacht abbilden.

Ziele und Idee

Insbesondere stehen folgende Themen im Vordergrund:

  • Ausbildung der Studierenden im Bereich Triebwerkstechnik:
    - Wirkungsgradberechnung von Komponenten sowie des Gesamtprozesses
    - Unterscheidung von Wärmetransportprozessen sowie deren zielgerichtete Beeinflussung
    - Design von überströmten Strömungsprofilen
  • Modifikation von Triebwerk-Zerstäuberdüsen auf Basis von Technologien der Industrie 4.0
    - Bauteiloptimierung durch numerische Strömungssimulation (CFD) am digitalen Zwilling
    - Herstellen eines ersten Versuchsmuster mittels additiver Fertigung (3D-Druck)
    - Charakterisierung des Brennverhaltens mit neuronaler Messwertanalyse
  • Einsatz von alternativen Brennstoffen im Flugtriebwerk
    - Analyse des Start- und Volllastbetriebs mittels optischer Beobachtung und Abgasuntersuchung
  1. Lehrmodell - Komponenten und Funktionsprinzip eines Turboluftstrahltriebwerks

  2. Thermischer Versuchsprüfstand – Funktionsdarstellung mit reduzierter Komplexität

  3. Abgasturbolader mit Kopplung Verdichter – Turbine: Kennfeldbestimmung

Geräte und Funktion

Thermischer Versuchsprüfstand

Optisch zugängliche Druckkammer mit axial positionierbarem Brennermodul bestehend aus Luft- und Brennstoffzufuhr, Mischeinheit und Zündvorrichtung. Die Energie des Abgases wird in einem PKW-Abgasturbolader genutzt, um den Druck der Versorgungsluft in einem Radialverdichter anzuheben. Mit der Prüfstandsteuerung lässt sich die thermische Leistung wie auch die Verbrennungsführung bei fortlaufender Temperatur- und Drucküberwachung variabel einstellen.

Abgasanalytik

Zur Charakterisierung der Verbrennungsgüte wird die Konzentration von Sauerstoff (O2), Kohlendioxid (CO2) und Stickoxid (NOx) im Verbrennungs­abgas gemessen

Radialverdichter mit Temperatur- und Druckmessung am Ein- und Austrittsquerschnitt

Dies ermöglicht bei zusätzlicher Drehzahlmessung die Aufnahme des Verdichterkennfeldes.

Zwei Workstations mit installierter CAD und CFD Software

zur Simulation der Strömung in der Mischeinheit sowie der Strömungsstabilisation nach Brenneraustritt

Lehrveranstaltungen

  • Praktika begleitend zu der Vorlesung Turbomaschinen
  • Durchführung von Abschlussarbeiten (Bachelor & Master)
  • Arbeitsraum und Gegenstand diverser Studienprojekte
  • Industrieprojekte
  • besondere Ereignisse: z. B. Hochschulinformationstag, Erstsemester-Einführungsveranstaltung

Forschung

  • Weiterentwicklung des thermischen Versuchsprüfstandes
  • Abgasenergie-Rückgewinnung (Waste-Heat-Recovery)
    - thermoelektrischer Generator: Integration von Peltier-Elementen im Abgasstrang
    - phasenelektrischer Generator: Integration eines Niedertemperatur-Dampfturbinenprozesses im Abgasstrang

Laborleitung

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