Prof. Dr.-Ing. Armin Soika
Studiengangleiter und Studienfachberater Luftfahrttechnik (Bachelor)
Im Labor für Triebwerkskomponenten lässt sich das in den Vorlesungen vermittelte theoretische Grundlagenwissen durch praktische Erkenntnisse am Versuchsprüfstand ergänzen.
Der Bereich Grundlagen der Thermodynamik vermittelt die Hauptgleichungen zur energetischen Berechnung eines strömenden Fluids und führt Kennzahlen zur Prozessbewertung ein. Damit kann die Arbeitsübertragung der am Prüfstand verbauten Strömungsmaschinen wie auch deren Wirkungsgrad bestimmt werden.
Technische Thermodynamik Strömungsmaschinen behandelt die drei existierenden Wärmetransportprozesse Leitung, Konvektion und Strahlung. Deren Gesetzmäßigkeiten werden am Prüfstand genutzt, um durch gezielte Maßnahmen Bauteile des Prüfstandes zu kühlen bzw. zu isolieren. Turbomaschinen zeigt, wie durch Beschleunigen und Verzögern einer Strömung diese auf einen höheren Druck verdichtet bzw. die Strömungsenergie genutzt wird, um eine drehende Welle anzutreiben. Entsprechende Triebwerkskomponenten sind in ihrer Funktion am Versuchsprüfstand in reduzierter Komplexität vorhanden. Deren singuläre Eigenschaften wie auch deren Wirken im Triebwerksverbund lässt sich so vereinfacht abbilden.
Insbesondere stehen folgende Themen im Vordergrund:
Optisch zugängliche Druckkammer mit axial positionierbarem Brennermodul bestehend aus Luft- und Brennstoffzufuhr, Mischeinheit und Zündvorrichtung. Die Energie des Abgases wird in einem PKW-Abgasturbolader genutzt, um den Druck der Versorgungsluft in einem Radialverdichter anzuheben. Mit der Prüfstandsteuerung lässt sich die thermische Leistung wie auch die Verbrennungsführung bei fortlaufender Temperatur- und Drucküberwachung variabel einstellen.
Zur Charakterisierung der Verbrennungsgüte wird die Konzentration von Sauerstoff (O2), Kohlendioxid (CO2) und Stickoxid (NOx) im Verbrennungsabgas gemessen
Dies ermöglicht bei zusätzlicher Drehzahlmessung die Aufnahme des Verdichterkennfeldes.
zur Simulation der Strömung in der Mischeinheit sowie der Strömungsstabilisation nach Brenneraustritt