Die Studierenden arbeiteten in drei Gruppen, denen jeweils ein Baumaterial zugewiesen wurde: Holz, Stahl oder Beton. Jede Gruppe entwickelte eine eigene Brückenkonstruktion, die sowohl tragfähig als auch ressourcenschonend sein musste. Für den Materialeinsatz galt eine klare Grenze: Das Treibhausgaspotenzial durfte 80 kg CO₂-Äquivalente nicht überschreiten. Unter dieser Vorgabe sollte die größtmögliche Spannweite erzielt werden
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich ökologische Kriterien systematisch in die Tragwerksplanung integrieren lassen. Während im Berufsalltag von Ingenieurinnen und Ingenieuren häufig wirtschaftliche Aspekte dominieren, lag der Fokus dieses Projekts bewusst auf der Umweltwirkung der Konstruktionen. Damit greift das Modul Themen auf, die im Bauwesen künftig an Bedeutung gewinnen werden.
Die Brücken wurden von den Studierenden eigenständig realisiert. Sie sind so konzipiert, dass sie demontiert, an anderen Orten wieder aufgebaut und in ihren Einzelteilen weiterverwendet werden können. Nachhaltigkeit zeigt sich hier nicht nur in Berechnungen, sondern in der konkreten Bauweise.
Zum Abschluss des Projekts stellten die Studierenden ihre Brücken im Rahmen der Lehrveranstaltung vor und führen Belastungstests durch. Dabei betraten sie selbst die Bauwerke, um deren Tragfähigkeit zu demonstrieren.
„Die Studierenden haben sich dieser Aufgabe mit großem Engagement, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein gestellt. Sie erleben hier, was es bedeutet, konstruktive Ingenieurarbeit ganzheitlich zu denken – von der ersten Idee über die Planung bis hin zur gebauten Struktur. Genau diese Verbindung aus Fachwissen, Praxis und Nachhaltigkeit ist entscheidend für die Ingenieurinnen und Ingenieure von morgen“, betonte Thilo Feucht, Professor für Konstruktiven Ingenieurbau.














