Für Sebastian Olzem, Doktorand am TTZ Unbemannte Flugsysteme, steht in seinem Promotionsprojekt die Frage im Mittelpunkt, wie vernetzte Multi-Robot-Systeme robust koordiniert und sicher gesteuert werden können. Die Teilnahme an einer fünftägigen Summer School an der Technischen Universität Prag bot ihm die Gelegenheit, diese Forschungsperspektive durch neue methodische Ansätze und intensive praktische Erfahrungen zu erweitern.
Die Summer School verband theoretische Fachvorträge renommierter Forschender mit praxisorientierten Workshops und bot ein internationales, interdisziplinäres Lernumfeld. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung und Erprobung vernetzter UAV-Systeme. In internationalen Teams stellten sich die Teilnehmenden einer anspruchsvollen Drone Challenge und entwickelten ihre Lösungen Schritt für Schritt von der Simulation bis zum Einsatz auf realen Flugplattformen.
Dabei kam der ROS-basierte MRS-Software-Stack zum Einsatz. Die Teilnehmenden erlernten dessen grundlegende Funktionen zunächst in den Workshops und setzten diese anschließend sowohl in Simulationen als auch auf realen UAV-Plattformen um. Die praktische Arbeit verdeutlichte, wie entscheidend robuste Algorithmen, zuverlässige Kommunikationsstrukturen sowie geeignete Simulations- und Testumgebungen für den erfolgreichen Einsatz von Multi-UAV-Systemen sind.
Neben den fachlichen Inhalten stand auch der internationale Austausch im Mittelpunkt der Summer School. Forschende und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen und Ländern arbeiteten gemeinsam an technologischen Herausforderungen. Für Olzem bot die Veranstaltung damit nicht nur wertvolle Impulse für das eigene Promotionsvorhaben, sondern auch die Möglichkeit, neue internationale Kontakte zu knüpfen und bestehende Forschungsnetzwerke auszubauen.
Auch der kulturelle Austausch kam nicht zu kurz: Individuell gestaltete Drohnen-Roboter-Bierkrüge sorgten bereits zum Auftakt für einen humorvollen Akzent und verbanden die technische Thematik mit der lokalen Kultur.
Die während der Summer School gewonnenen methodischen Erfahrungen und die neu entstandenen internationalen Kontakte bilden für Sebastian Olzem eine wertvolle Grundlage für die weitere Arbeit an seinem Promotionsvorhaben. Gleichzeitig eröffnen sie neue Perspektiven für zukünftige Forschungskooperationen im Bereich vernetzter und unbemannter Flugsysteme.
















