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Dual Use als Chance: Startup Opportunities vernetzt Innovation, Wirtschaft und Politik in Ingolstadt

Mit Fachvorträgen, Workshops und Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft stand der Innovationstag „Start-up Opportunities: Dual-Use Innovation“ ganz im Zeichen unbemannter Flugsysteme. Gemeinsam mit Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt diskutierten die Teilnehmenden über den Schutz kritischer Infrastruktur, Anwendungen im Katastrophenschutz und neue Entwicklungen der autonomen Luftfahrt.

Das Technologietransferzentrum Unbemannte Flugsysteme der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI), transform10 und brigkAIR haben gemeinsam zum Innovationstag „Start-up Opportunities: Dual-Use Innovation“ ins brigk eingeladen. Die gemeinsame Netzwerkveranstaltung fand bereits zum dritten Mal im Rahmen der Reihe „Start-up Opportunities“ statt und brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Sicherheitsbehörden und Politik zusammen. Der Innovationstag wurde von Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt eröffnet.

Im Mittelpunkt standen Vorträge zu Sicherheitsanforderungen kritischer Infrastruktur, zur Energieversorgung im Krisenfall sowie zu aktuellen Einsatzmöglichkeiten von Drohnen im Katastrophenschutz. Fachliche Impulse lieferten unter anderem Marc Zizmann (MBDA) zu Sicherheitsanforderungen in Verteidigungsunternehmen, Delia Stelzer (Gunvor Raffinerie Ingolstadt) zur Energieversorgung kritischer Infrastruktur sowie Alexander Mois von der Polizeihubschrauberstaffel zum Einsatz von Drohnen im Katastrophenschutz. Einen Überblick über aktuelle Entwicklungen der deutschen Drohnenbranche gab Dennis Haesner von bavAIRia e.V.

Im anschließenden Workshop erarbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam Problemstellungen und Lösungsansätze mit Dual-Use-Potenzial in den Bereichen Produktion, Energienetze und Mobilität. Ziel war es, konkrete Anforderungen aus der Region zu identifizieren und technologische Lösungsansätze für den Schutz kritischer Infrastruktur zu entwickeln.

„Dual-Use-Technologien und unbemannte Flugsysteme bieten enorme Potenziale für Wirtschaft, Sicherheit und gesellschaftliche Resilienz. Mit Formaten wie ‚Start-up Opportunities‘ stärken wir gezielt den Austausch zwischen Forschung, Start-ups, Industrie und öffentlicher Hand und schaffen wichtige Impulse für den Innovationsstandort Ingolstadt“, betonte Professor Georg Rosenfeld, Vorstand der IFG Ingolstadt und Geschäftsführer des brigk.

„Autonome und vernetzte Flugsysteme werden in den kommenden Jahren deutlich an Bedeutung gewinnen. Umso wichtiger ist es, Forschung, Unternehmen und Gründungen frühzeitig miteinander zu vernetzen“, ergänzte THI-Professor Gerhard Elsbacher.

Eine zentrale Rolle spielt dabei das Technologietransferzentrum Unbemannte Flugsysteme in Manching. Dort arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der THI gemeinsam mit Unternehmen an Projekten für die unbemannte Luftfahrt. Forschungsschwerpunkte sind intelligente Steuerungssysteme, Mensch-Maschine-Interaktion und Konzepte für kooperierende UAV-Systeme – also vernetzte unbemannte Fluggeräte wie Drohnen, die eigenständig miteinander kommunizieren und Aufgaben gemeinsam ausführen können.

Gleichzeitig baut die THI ihr Studienangebot im Bereich autonomer Luftfahrtsysteme weiter aus. Geplant ist ab dem Wintersemester 2026/27 der neue englischsprachige Masterstudiengang „Intelligent Aerial Systems“.

(Text: Simone Ketterl, THI | Bilder: IFG Ingolstadt – Pitterl)