Klimaneutralität bis 2035: Ingolstadt diskutiert mit Bürgerinnen und Bürgern

Ambitioniert, transparent aber machbar – unter diesem Leitmotiv stellte sich die Stadt Ingolstadt der offenen Diskussion mit ihren Bürgerinnen und Bürgern zum Ziel der Klimaneutralität bis 2035. In einer gut besuchten Veranstaltung wurden aktuelle Entwicklungen, laufende Projekte und zukünftige Initiativen vorgestellt, die den Weg zu einer klimafreundlichen Stadt ebnen sollen.

Ein zentrales Thema war die Bedeutung der „Grünen Stadt“. Prof. Dr. Jochen-Oette betonte dabei nicht nur die positive Wirkung von urbanem Grün auf Gesundheit und Wohlbefinden, sondern auch die essenzielle Rolle der Wissenschaft. Diese müsse Veränderungsprozesse aktiv begleiten, um fundierte Entscheidungen zu ermöglichen.

ForTraNN-Leiter Prof. Dr. Uwe Holzhammer erläuterte die Hebelwirkung moderner Technologien: E-Mobilität, Wärmepumpen und intelligente Zähler seien Schlüsselfaktoren, um Primärenergie einzusparen und CO₂-Emissionen nachhaltig zu reduzieren. Besonders wichtig sei der gesellschaftliche Wandel – durch spürbare Vorteile und gestiegene Lebensqualität könnten positive „Kipppunkte“ erreicht werden, die die Menschen näher an die Vision einer lebenswerten, klimaneutralen Stadt heranführen.

Auch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung blieb der Austausch lebendig – trotz sommerlicher Temperaturen im Raum, die den Klimawandel fast greifbar machten. Die Notwendigkeit, diesem entschieden zu begegnen, war für viele mehr als deutlich spürbar.