Es gibt wohl kaum jemanden in Neuburg, der oder die auf die Frage, ob hier eine zweite Donaubrücke gebaut werden soll oder nicht, keine Antwort parat hätte. Seit Jahren beschäftigt das Thema die Stadtgesellschaft. Beim 3. Neuburger Nachhaltigkeigsgespräch am 5. Mai ging es nicht darum diese Frage zu beantworten. Vielmehr wurde sie aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und eingeordnet in andere Fragestellungen: Wie wollen wir als Gesellschaft mit der begrenzten, zur Verfügung stehenden Fläche umgehen? Welche Interessen spielen dabei eine Rolle, welche Interessen sind dabei am wichtigsten, wer entscheidet das? Und außerdem: was sind mögliche, (un-)intendierte Nebenfolgen und wer trägt die Verantwortung dafür?
Gastgeber der THI war an diesem Abend Prof. Dr. Thilo Feucht, Professor für konstruktiven Ingenieurbau. Zu Gast an diesem Abend waren die aussichtsreichsten OB-Kandidaten der Stadt Neuburg bei den diesjährigen Kommunalwahlen Gerhard Schoder (B90/Grüne, Oberbürgermeister der Stadt Neuburg), Florian Herold (Freie Wähler, Stadtrat) und Matthias Enghuber (CSU, Stadtrat). Online zugeschaltet war außerdem Dr. Meike Fienitz vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandforschung (ZALF), Expertin für Flächennutzungskonflikte in Deutschland.
Diskutiert wurde an diesem Abend unter anderem darüber, wie nachhaltiges Bauen und Konfliktmanagement zusammengedacht und -gebracht werden können. Im Polylog mit den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern stand insbesondere der Blick in die Zukunft im Fokus. Es wurde darüber debatiert, was nachhaltige Perspektiven für das Brückenprojekt sein könnten und wie zukünftig mit lokalen Flächennutzungskonflikten umgegagen werden könnte. Dabei stieß das Angebot von Prof. Feucht, zukünftig eng mit dem THI Campus in Neuburg zusammenzuarbeiten, um mithilfe unabhängiger, wissenschaftlicher Untersuchungen zu einer Ergebnisfindung zu kommen, auf große Zustimmung.
Am Dienstag, den 19.05.2026, folgt von 18:30 bis 20:00 Uhr die vierte und für dieses Jahr letzte Runde zu dem Thema „Werden die Alpen zur Gefahr? Hangbewegungen: Ursachen, Risiken, Schutz und Frühwarnsysteme“. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, dazu zu kommen und das Gespräch aktiv mitzugestalten.













