Unter der Betreuung von Professor Georg Passig entwickelte Zeitler ein kompaktes und kosteneffizientes Neurofeedback-System, das elektrische Hirnsignale über Stirnelektroden erfasst, verarbeitet und in ein Echtzeit-Feedback überführt. Das Prinzip ist anschaulich: Steigt die Konzentration, steigt auch ein kleiner Ball in einer Röhre. Für die Umsetzung entwarf Zeitler mehrere Varianten der Mess- und Verstärkerschaltungen, optimierte Filterstufen und prüfte das Gerät in verschiedenen Testszenarien. Die daraus resultierende Lösung erreicht eine Signalqualität, die sich an professionellen Systemen orientiert, bleibt jedoch deutlich einfacher in der Anwendung. Potenziale ergeben sich insbesondere für die Neurofeedbacktherapie, etwa bei ADHS, ebenso wie für weiterführende Forschungsansätze im Bereich assistiver Technologien und kognitiver Schnittstellen. Die Arbeit steht exemplarisch für die praxisorientierte Ausbildung an der Technischen Hochschule Ingolstadt, die technische und medizinische Fragestellungen eng miteinander verknüpft.
Der VDI Preis, eine der bedeutendsten regionalen Auszeichnungen für ingenieurwissenschaftliche Leistungen, wird seit 1984 vergeben. In diesem Jahr wurden sieben Beiträge gewürdigt: im Bachelorbereich Isabell Zeitler und Aleyna Yavuz, im Master Jonas Emrich und Saltuk Kezer, bei den Dissertationen Jam Wilch und Rafaela Greil sowie in der Kategorie Ingenieur-Start-up das Team Aereus mit Juan Carlos Climent Pardo und Alvaro Ritter.













