Intelligente Ampeln für Ingolstadt: Mehr Sicherheit auf dem Schulweg

An der Grundschule Ringsee zeigt ein Forschungsprojekt der Technische Hochschule Ingolstadt, wie moderne Sensorik und Künstliche Intelligenz (KI) helfen können, Verkehrssituationen frühzeitig zu erfassen und Ampelschaltungen vorausschauend anzupassen.

Dank Technik sicher zur Schule (Symbolfoto: Pixabay).

Wenn sich morgens und mittags vor der Grundschule Ringsee Kinder, Eltern, Radfahrende und Autos begegnen, wird der Verkehr schnell unübersichtlich. Genau hier setzt das Forschungsprojekt „INANI“ der THI an. Zum Abschluss des Projekts lädt das Forschungsteam alle Interessierten herzlich ein, die Ergebnisse im Rahmen eines Workshops am Dienstag, 28. April, von 14 bis 17 Uhr an der THI (Raum G 105) kennenzulernen und mit den Forschenden ins Gespräch zu kommen.

Im Mittelpunkt steht ein intelligentes System zur Steuerung von Ampelanlagen, das die Verkehrssituation kontinuierlich analysiert. Dafür werden Kameras, LiDAR-Technologie und Umweltsensorik kombiniert, um auch bei wechselnden Bedingungen verlässliche Daten zu liefern.

Mithilfe von Sensorfusion werden diese Informationen zusammengeführt und in ein präzises Lagebild überführt. Ergänzend kommen Modelle zur Absichtserkennung zum Einsatz: Das System erkennt, wenn Personen die Straße überqueren möchten, und passt die Ampelschaltung entsprechend an – bevor es zu kritischen Situationen kommt.

„Unser Ziel war es, technologische Innovation gezielt dort einzusetzen, wo sie im Alltag einen echten Unterschied macht. Gerade Kinder auf dem Schulweg brauchen besonderen Schutz“, sagt Professor Gordon Elger, Projektleiter an der THI.

Entwickelt wurde das System am Institut für Innovative Mobilität (IIMo) der THI. Dort liegt ein Forschungsschwerpunkt auf Sensorik und Datenfusion zur Umfeldwahrnehmung – zentrale Grundlagen für intelligente Verkehrssysteme.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich durch vorausschauend gesteuerte Ampeln sowohl die Sicherheit als auch der Verkehrsfluss verbessern lassen. Gleichzeitig bietet die entwickelte Technologie Potenzial für den Einsatz an weiteren Standorten, etwa an stark frequentierten Kreuzungen oder im Umfeld anderer Schulen oder Kindergärten.

Das Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und gemeinsam mit der IFG Ingolstadt umgesetzt wurde, zeigt, wie Forschung konkrete Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Straßenverkehr liefert.

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