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Praxisnah, gefragt, wachsend: Luftfahrttechnik an der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI)

Seit 15 Jahren bildet die THI Fachkräfte für die Luftfahrt aus – ein Studienfeld, das sich kontinuierlich weiterentwickelt hat und heute stärker gefragt ist denn je. Beim Festakt zum Jubiläum wurde deutlich, wie eng Lehre, Forschung und Industrie dabei zusammenwirken.

Spürbare Begeisterung für die Luftfahrt: Professor Ludwig König eröffnet die Veranstaltung (Foto: THI).

Meilensteine und Perspektiven: Die Professoren Uli Burger, Hans-Joachim Hof und Armin Soika (v. l. n. r.) ziehen Bilanz und skizzieren künftige Entwicklungen (Foto: THI).

Im Zeichen der Luftfahrt: Dr. Thomas Enders (Mitte) mit THI-Professoren sowie Vertretern aus Wirtschaft und Förderverein im gemeinsamen Austausch (Foto: THI).

Forschung zum Anfassen: Im G-Gebäude ist das Flugtesttriebwerk „Pearl 700“ von Rolls-Royce aus nächster Nähe zu erleben (Foto: THI).

Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Industrie kamen zusammen, um die Entwicklung des Studiengangs nachzuzeichnen und aktuelle Herausforderungen der Branche zu diskutieren. THI-Vizepräsident Professor Hans-Joachim Hof begrüßte die Teilnehmenden im Namen der Hochschulleitung und betonte: „Die Luftfahrttechnik ist für uns ein strategisch wichtiges Zukunftsfeld – gerade an der Schnittstelle zu Themen wie autonomen Systemen sowie Security und Defence. Hier entstehen Kompetenzen, die für Innovation und Sicherheit gleichermaßen entscheidend sind.“ Die Studiengangleiter Professor Armin Soika und Professor Uli Burger gaben Einblicke in zentrale Meilensteine, während Dr. Thomas Enders, ehemaliger CEO von Airbus, den wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften einordnete.

Ein zentraler Programmpunkt war die Enthüllung und offizielle Übergabe des Flugtesttriebwerks „Pearl 700“ durch Rolls-Royce. Das rund 2,6 Tonnen schwere Vorserien-Triebwerk wurde auf Initiative von Professor Ludwig König an die Hochschule geholt und steht als Dauerleihgabe zur Verfügung. Mit seiner vollständigen Ausstattung ermöglicht es die Analyse moderner Antriebstechnologien unter realitätsnahen Bedingungen. Ausgestellt im G-Gebäude, steht es exemplarisch für die enge Zusammenarbeit mit der Industrie.

Die Entwicklung des Studiengangs lässt sich auch an den Absolventenzahlen ablesen: Seit der Einführung des Bachelorstudiengangs Luftfahrttechnik im Wintersemester 2011/12 und des darauf aufbauenden Masterstudiengangs Luftfahrttechnik seit 2017/18 hat sich das Studienangebot an der THI fest etabliert. Insgesamt wurden bislang knapp 400 Absolventinnen und Absolventen ausgebildet – 285 Bachelor und 92 Master.

Wie eng Studium und Forschung verzahnt sind, zeigte sich in den Laboren von Professor Gerhard Elsbacher und Professor Ludwig König. Dort wurden im Rahmen eines Open Lab aktuelle Projekte aus der Drohnenforschung vorgestellt. Ergänzend demonstrierte das Team eine Search-and-Rescue-Anwendung mit drei Drohnen, die praxisnah zeigte, wie autonome Systeme im Verbund eingesetzt werden können – angelehnt an das UAM-Netzwerktreffen im vergangenen Jahr.

Seit 2011 hat sich die Luftfahrttechnik an der THI zu einem praxisnahen und forschungsstarken Studienangebot mit enger Industrieanbindung entwickelt.