Die Relevanz von Sozio-Kultur: Kernerkenntnisse aus dem Kurs „Introduction to Social and Cultural Sustainability“ zur Energiewende

Am 20. Oktober fand der Live-Online-Kurs „Introduction to Social and Cultural Sustainability“ mit Studierenden aus Deutschland und Brasilien im Rahmen des Projektes sustainED statt. Die Mitwirkenden Julia Uhde, Annika Busche und die Projektreferentin Eva Birke leiteten den Kurs „Introduction to Social and Cultural Sustainability“.
Der zentrale Fokus wurde auf Aspekte sozialer Nachhaltigkeit im Kontext der globalen Energiewende gelegt. Dabei wurden wichtige Herausforderungen wie Energiearmut und Konflikte beim Abbau von mineralischen Rohstoffen thematisiert, die oft mit erheblichen Risiken für lokale Gemeinschaften verbunden sind.
Intensiv diskutiert wurden daraufhin unterschiedliche Bearbeitungsstrategien:

  • Einführung in das Konzept „Wahre Preise“, welches externe soziale und ökologische Kosten einbezieht
  • Nachhaltigkeitsstrategien und Prinzipien der Kreislaufwirtschaft, darunter Suffizienz, Recycling von Solarpanelen und die Betrachtung der Lebensspanne von Produkten, um den Ressourcenabbau und seine sozialen Auswirkungen zu reduzieren
  • Klimageld als sozial ausgleichendes Instrument zur Reduzierung von Energiearmut
  • Die Konzepte der Just Transition & Procedural Justice 

Darüber hinaus reflektierten die Studierenden die Bedeutung der sozialen Nachhaltigkeit im eigenen Lebenskontext.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Seminars war die Auseinandersetzung mit der kulturellen Nachhaltigkeit. Anhand des Beispiels der Sanitation Practices in Indien wurde verdeutlicht, dass ohne eine eingehende Untersuchung der Rolle der Kultur wichtige Aspekte der nachhaltigen Entwicklung übersehen werden können. 
Das Ziel der Lehrveranstaltung war es, die untrennbaren Verknüpfung von sozio-kulturellen Dimensionen in der glokalen Energiewende zu vermitteln und Studierende dazu einladen, neue Perspektiven einzunehmen.