Pablo Morales Torricos, M.Sc.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter Institut für Innovative Mobilität (IIMo)
Laufzeit: 01.12.2020 - 30.11.2023
Das Projekt BALd ist ein Forschungskonsortium aus der THI-ELS, RWTH-ISEA, KIT-TVT, TUM-FTM, RWTH-ISW, TUM-EES und ZSW-ECA mit dem Ziel Alterungstests zu beschleunigen, um in möglichst kurzer Testdauer möglichst gute Lebensdauerprognosen über Modelle zu erhalten.
Ziel des Teilvorhabens ist es, übliche zyklische Alterungstests von Li-Ionen Zellen zu verkürzen und gleichzeitig eine zuverlässige Zustandsdiagnose und Lebensdauerprognose sicherzustellen. Dadurch soll eine Rückkopplung zwischen Zellalterung und Produktionsparametern innerhalb von 2 Wochen, 6 Wochen und nach 3 Monaten bei der Zellproduktion erreicht werden. Hierfür sind sehr präzise Alterungstests notwendig, die trotz Beschleunigung zu einer repräsentativen Alterung analog zu realen Langzeitanwendungen führen.
Deshalb wird in diesem Teilprojekt zunächst praktisch untersucht, unter welchen Bedingungen (C-Rate, Verspannung, Temperatur, Zyklierfenster) Inhomogenitäten in der Lithiumverteilung auftreten und wie diese möglichst effizient rehomogenisiert werden können. Das Ziel ist es, zum einen zu verstehen, inwiefern Zyklierungsstrategien zu Inhomogenitäten der Lithiumverteilung führen und zum anderen, die entstandenen Inhomogenitäten wieder möglichst zeiteffizient zu rehomogenisieren. Der Grad der Inhomogenität soll mittels differentieller Spannungsanalyse (DVA) quantifiziert und mit dem gemessenen reversiblen Kapazitätseffekt korreliert werden.
Die Erkenntnisse sollen anschließend in die Modellierung der Projektpartner einfließen. Ziel ist es, den Einfluss des Drucks auf die irreversiblen Kapazitätsverluste für die jeweilige Testbedingung zu bestimmen und somit die Lebensdauerprognose für Langzeitanwendungen in ihrer Präzision bei kurzer Testdauer zu erhöhen. Dadurch kann einerseits die Güte der Zellen schnell bestimmt und an die FFB rückgemeldet werden und andererseits können die Zellen für die reale Anwendung, aufgrund genauerer Lebensdauerprognosen, besser ausgelegt werden.
Dieses Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (Projektnummer: 03XP0320C).