ANTON ist ein Forschungsprojekt im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekts SAFIR.

Das Hauptziel von ANTON ist die Entwicklung einer experimentellen Plattform zur Erforschung und Erprobung von vernetzten und automatisierten Fahrfunktionen. Die Plattform baut auf einem Serienfahrzeug, dem Renault Twizy, auf, das um longitudinale und laterale Drive-by-Wire-Funktionen, eine offene Softwareschnittstelle, Car-to-X-Kommunikationsfunktionen und flexible Sensorhalterungen erweitert wird. Eines der Ziele des Projekts ist es, die behördliche Genehmigung für den vermehrten Einsatz des Fahrzeugs auf öffentlichen Straßen im automatisierten Fahren zu bekommen.

Das Drive-by-Wire-System ermöglicht den vollen Zugriff auf die Fahrzeuglenkung, die Bremse und das Gaspedal über den CAN-Bus. Daher kann das Fahrzeug sogar mit einem Joystick oder über Computersignale vollständig gesteuert werden.

Die offene Softwareschnittstelle, in diesem Fall ein Open-Source-Stack für autonomes Fahren, bietet vordefinierte Module für Wahrnehmung, Entscheidung und Planung. Zusätzlich erlaubt es den Anwendern, den Quellcode zu modifizieren, um z.B. neue Sensoren oder Algorithmen zu implementieren. Schließlich werden die Ausgaben des autonomen Driving-Stacks per CAN-Bus an den Drive-by-Wire-Low-Level-Controller übertragen. Der Low-Level-Controller kümmert sich um die Befehle an die Aktoren.

Die flexiblen Sensorhalterungen erlauben es dem Anwender, verschiedene Arten von Sensoren wie Kameras, Radar und Lidar anzubringen. Dadurch ist für einen bestimmten Anwendungsfall der Einsatz von verschiedenen Arten und Mengen von Sensoren möglich.

Team

Studiengangleiter und -fachberater "Applied Research in Engineering Sciences" (Master)
Prof. Dr. Ondrej Vaculin
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Leiter Graduiertenzentrum, Leiter SAFIR Cluster 3
Prof. Dr. rer. nat. Christian Facchi
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Thiago de Borba
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Fördermittelgeber und Programm