Nein – eher im Gegenteil. Künstliche Intelligenz wird viele Tätigkeiten verändern, aber sie ersetzt nicht die Kompetenzen, die im Studiengang Psychologie und Soziologie nachhaltiger Transformation im Mittelpunkt stehen. Gerade in Transformationsprozessen braucht es Menschen, die verstehen, wie Organisationen, Gruppen und Individuen mit Veränderung umgehen. Dazu gehören psychologisches und soziologisches Wissen, Kommunikationsfähigkeit, Beteiligung, Konfliktlösung, Coaching, Mediation, empirisches Arbeiten und ein Verständnis für gesellschaftliche, ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit.
KI kann dabei unterstützen, etwa bei Datenanalyse, Recherche oder Textarbeit. Die entscheidenden Aufgaben bleiben jedoch menschlich: Probleme einordnen, Interessen verstehen, Beteiligungsprozesse gestalten, Vertrauen aufbauen, ethische Fragen reflektieren und nachhaltige Veränderungen in Organisationen und Gesellschaft begleiten.
Der Studiengang bereitet deshalb nicht auf ein enges Berufsbild vor, das leicht automatisierbar wäre, sondern auf Tätigkeiten an Schnittstellen – etwa in Nachhaltigkeitsmanagement, Organisationsentwicklung, Beteiligung, Personal, Transformation, Beratung, Projektmanagement, sozialer Innovation oder Forschung. Gerade diese Kombination aus psychologischem, soziologischem, methodischem und nachhaltigkeitsbezogenem Wissen wird durch KI eher wichtiger als weniger wichtig. Wer KI kompetent nutzt und zugleich Menschen, Organisationen und gesellschaftliche Dynamiken versteht, wird künftig besonders gefragt sein.