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Von Konfuzius bis Rap

Chinesischer Rap, traditionelle Instrumente und Roboter, die Tai-Chi beherrschen: Mit einem vielseitigen Programm hat das Audi Konfuzius-Institut Ingolstadt (AKII) sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. In der Aula der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) kamen am Freitag Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Diplomatie zusammen.

Seit seiner Gründung vermittelt das AKII Kenntnisse über die chinesische Sprache und Kultur. Das Angebot reicht von Sprachkursen und Kalligrafie über Literatur und Philosophie bis hin zu Musik und Einblicken in den chinesischen Alltag. Als gemeinnütziger Verein steht das Institut allen Interessierten offen und fördert zugleich die Beziehungen zwischen den Hochschulen beider Länder. Zum Jubiläum waren auch Professor Wu Bo, Vizepräsident der chinesischen Partnerhochschule South China University of Technology (SCUT), Deng Ming, stellvertretender Generalkonsul der Volksrepublik China in München, sowie Bildungskonsul Dr. Liu Qingwen angereist.

THI-Präsident Professor Walter Schober unterstrich in seinem Grußwort den Wert internationaler Begegnungen. „Mit China verbindet uns eine mehrere Jahrhunderte dauernde Partnerschaft. Bereits im 16. und 17. Jahrhundert gab es über die Jesuiten tiefgehenden wissenschaftlich-kulturellen Austausch. Diesen pflegen wir auch heute mit dem Konfuzius-Institut. Gerade für eine international ausgerichtete Hochschule ist es wichtig, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und voneinander zu lernen.“

Was daraus entstehen kann, zeigt ein Projekt von Studierenden der THI und der SCUT. Gemeinsam rekonstruierten sie ein dampfbetriebenes Fahrzeug, das der Jesuit Ferdinand Verbiest im 17. Jahrhundert am chinesischen Kaiserhof entwickelt hatte. Das funktionsfähige Modell wurde 2023 dem Ingolstädter Stadtmuseum übergeben.

Auch Institutsdirektor Professor Peter Augsdörfer betonte die Bedeutung des kulturellen Dialogs. Gerade angesichts internationaler Spannungen komme es darauf an, persönliche Kontakte zu pflegen und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Das AKII wolle dafür auch künftig Anlaufstelle in Ingolstadt und der Region sein.

Wie facettenreich die Beschäftigung mit China sein kann, zeigte das Jubiläumsprogramm: Neben einem Tanzensemble der SCUT präsentierten Roboter ihr Können. Am Abend sorgten der Rapper SCOR mit chinesischem Rap und die Band Munich Paramount mit westlichem Rock für einen musikalischen Kontrast.

  1. Auch moderne Technik hatte beim Jubiläum ihren Platz: Ein Roboter begeisterte das Publikum mit seinen Tanzeinlagen (Foto: THI).

    Auch moderne Technik hatte beim Jubiläum ihren Platz: Ein Roboter begeisterte das Publikum mit seinen Tanzeinlagen (Foto: THI).

  2. Ein Künstler gab mit seiner Darbietung Einblicke in die traditionelle chinesische Tanzkultur (Foto: THI).

    Ein Künstler gab mit seiner Darbietung Einblicke in die traditionelle chinesische Tanzkultur (Foto: THI).

  3. THI-Präsident Professor Walter Schober hob in seiner Ansprache die Bedeutung des internationalen Austauschs und des gegenseitigen Lernens hervor (Foto: THI).

    THI-Präsident Professor Walter Schober hob in seiner Ansprache die Bedeutung des internationalen Austauschs und des gegenseitigen Lernens hervor (Foto: THI).

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