„Saudações de São Paulo!“ – Grüße aus der brasilianischen Metropole, in der die THI auf der Salão do Estudante als einzige deutsche Hochschule unter rund 60 Ausstellern vertreten war. Der Messestand war durchgehend gut besucht, besonders gefragt waren die KI-Studiengänge. Auch Stipendien und Promotionsmöglichkeiten stießen auf Interesse. Rund 80 Prozent der Besucherinnen und Besucher nutzten nach Einschätzung der Hochschulvertreter den angebotenen QR-Code, um weitere Informationen der THI zu erhalten. „Als einzige deutsche Hochschule hatten wir eine hervorragende Ausgangsposition. Viele junge Menschen kamen bereits mit konkreten Fragen zu unseren Studienangeboten an den Stand. Besonders das Interesse an KI war beeindruckend“, berichtet Overbeck. Ermöglicht wurde die Reise durch LUMINAi (Latin-American University Minds Shaping Innovation in Next-Generation AI). Das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderte Projekt soll hochqualifizierte Masterstudierende und Promovierende aus Brasilien, Mexiko und Kolumbien für den KI-Standort Deutschland gewinnen. Bis 2029 werden internationale Talente am KI-Knotenpunkt für Mobilität der THI ausgebildet und auf Karrierewege in Forschung und Wirtschaft vorbereitet. Die große Nachfrage in São Paulo ist dafür ein vielversprechendes Signal. Im November folgen Messeauftritte in Mexiko, vom 7. bis 11. Dezember lädt die THI zur „LUMINAi – AI Excellency Winter School“ nach Ingolstadt ein. Neben der Studierendengewinnung stand die wissenschaftliche Zusammenarbeit im Mittelpunkt. An der Universidade Estadual Paulista (UNESP) tauschten sich Overbeck und Huber mit Forschenden und Studierenden über einen geplanten R-SPARK-Antrag aus. Im Fokus stehen die Arbeitsbedingungen brasilianischer Motorradkuriere, der sogenannten Motoboys. Die UNESP untersucht bereits psychologische Aspekte der Plattformökonomie, darunter Stress, Konkurrenzdruck und Kommunikationsstrukturen. Um die Situation besser einschätzen zu können, beobachteten die beiden Hochschulvertreter auch das Verkehrsgeschehen in São Paulo. Ihre Eindrücke sollen in die Konzeption des Forschungsvorhabens einfließen. Geplant sind unter anderem Living Labs, die Betroffene und weitere Akteure wie die Polizei einbeziehen. Die Partnerhochschule FURB in Blumenau soll das Projekt um eine soziologische Perspektive erweitern. |