Wie lässt sich Energie effizienter nutzen? Welche Alternativen gibt es für eine klimafreundliche Mobilität? Und wie kann jeder Einzelne Ressourcen schonen? Antworten auf diese Fragen boten die THI-Klimatage mit einem vielfältigen Programm an den Hochschulstandorten Ingolstadt und Neuburg. Im Mittelpunkt standen wissenschaftliche Erkenntnisse und ihre praktische Anwendung im Alltag.
„Nachhaltigkeit beginnt dort, wo aus Wissen konkretes Handeln wird. Als Hochschule möchten wir nicht nur Lösungen für die Herausforderungen des Klimawandels erforschen, sondern auch dazu anregen, eigene Gewohnheiten zu hinterfragen und Neues auszuprobieren. Die Klimatage zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten dafür sind“, sagt Professorin Elke Feifel, Vizepräsidentin für Nachhaltigkeit, Transfer und Entrepreneurship an der THI.
Am Campus Ingolstadt konnten Interessierte Lastenräder testen, sich über nachhaltige Ernährung informieren und im Repair Café erfahren, wie sich die Lebensdauer von Alltagsgegenständen verlängern lässt. Kreativität und Teamarbeit waren im Escape Room „Back to Sustain the Future“ gefragt. Schülerinnen und Schüler mehrerer Gymnasien beteiligten sich an der THI-Climate Challenge und sammelten bei verschiedenen Aktivitäten Punkte für die anschließende Preisverleihung. Laborführungen zu Bioenergie, Gebäudeenergietechnik und erneuerbaren Energien gewährten Einblicke in die Forschung. Individuelle Energieberatungen, Informationsstände, Ausstellungen und Filmvorführungen ergänzten das Angebot.
Am Campus Neuburg richtete sich der Blick auf die globalen Folgen des Klimawandels und Fragen einer gerechten Klimapolitik. Im Social-Well-Being-Lab entwickelten die Teilnehmenden Ideen für das Campusleben. Der Green Career Day informierte über berufliche Perspektiven im Nachhaltigkeitsbereich und bot Gelegenheit zum Austausch mit Unternehmen.
Ein Höhepunkt war die erstmalige Verleihung des von der Stiftung meistro gGmbH unterstützten Climate Impact Award. Fünf vorausgewählte Projekte präsentierten ihre anwendungsorientierten Konzepte für den Klimaschutz. Das Spektrum reichte von erneuerbaren Batterien über die Früherkennung von Grünalgen in Seen bis hin zu neuen Geschäftsmodellen für Fassadenbegrünung und Pflanztöpfen, die Pflanzen mit allem Nötigen versorgen. Den mit 1.000 Euro dotierten Preis erhielt Adriana Baba für einen KI-gestützten Ansatz, der irreführende oder unbelegte Aussagen über die Umweltfreundlichkeit von Unternehmen in Nachhaltigkeitsberichten erkennen und damit sogenanntes Greenwashing verhindern soll.
Den Abschluss des Dienstagnachmittags bildete die Vorführung des Films „Systemwandeln – die Welt neu entdecken“ im Impact-Wohnzimmer. Anschließend tauschte sich Regisseur Mickel Rentsch mit dem Publikum aus.