Der Seminarraum füllt sich, erste Kontakte werden geknüpft, Professorinnen und Professoren stellen sich vor. Für 120 Erstsemester in fünf Studiengängen beginnt an diesem Morgen ein neuer Lebensabschnitt am Nachhaltigkeits-Campus Neuburg. Mit dabei sind auch zwei neue Gesichter auf Seiten der Lehrenden: Professorin Gesa Lüdecke und Professor Jörg Radtke verstärken das Team und vertreten den neuen Studiengang Psychologie und Soziologie nachhaltiger Transformation.
Eine der 35 Studierenden ist Hannah Mayr. Für die 20-Jährige aus Burgheim ist der Studienbeginn beinahe ein Heimspiel. Dass sie weiterhin zu Hause wohnen kann, ist für sie ein willkommener Vorteil. Den Ausschlag gab jedoch der interdisziplinäre Ansatz des neuen Bachelorstudiengangs. Gerade die Verbindung verschiedener Fachrichtungen empfindet sie als eine interessante Mischung mit Zukunftsperspektive. Auch die persönliche Atmosphäre auf dem Campus hat sie überzeugt.
Mit dem neuen Studiengang erweitert die THI das bislang vor allem technisch geprägte Profil des Neuburger Standorts um sozialwissenschaftliche Disziplinen. Gleichzeitig nimmt der Bachelorstudiengang Architektur mit 15 Erstsemestern den Studienbetrieb auf. Damit reicht das Spektrum am Campus inzwischen von Nachhaltigkeit, Umwelt und Bau über Architektur bis hin zu Psychologie und Soziologie.
THI-Präsident Professor Walter Schober sieht in der Resonanz eine Bestätigung für diesen Weg: „Wir freuen uns sehr, dass die Erweiterung unseres Portfolios in Richtung Geistes- und Sozialwissenschaften so gut angenommen wird. In Neuburg beschäftigen wir uns aus unterschiedlichen fachlichen Blickwinkeln mit den großen Transformationsaufgaben unserer Zeit und der Frage, wie wir die Zukunft gestalten können. Für die weitere Entwicklung des Standorts brauchen wir nun auch die entsprechenden räumlichen Voraussetzungen.“ Die Entscheidung des Haushaltsausschusses und die geplanten Baumaßnahmen seien dafür von zentraler Bedeutung.
Wie eng das Miteinander am noch jungen Hochschulstandort ist, zeigte sich bereits am ersten Tag. Neben den Professorinnen und Professoren stellte sich das Campus-Team vor und ermutigte die Neuankömmlinge, bei Fragen direkt auf die jeweiligen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zuzugehen. Auch die Fachschaft lud dazu ein, Kontakte zu knüpfen, sich einzubringen und das Campusleben mitzugestalten.
Für Hannah Mayr verbindet sich damit vieles von dem, was sie sich für ihr Studium gewünscht hat: ein interdisziplinäres Fach mit Zukunftsbezug, ein überschaubarer Campus und die Nähe zur Heimat. Der Weg von Burgheim nach Neuburg ist kurz – mit ihrem Studium eröffnen sich für sie trotzdem ganz neue Welten.