Gleich zwei Science Breakfasts im Sommersemester widmeten sich intensiv den Themen Transfer, Transformation und Forschungskooperationen. Gemeinsam diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der THI, der KU Eichstätt-Ingolstadt sowie weiterer Wissenschafts- und Praxispartner, wie sich Wissenstransfer in der Region stärken und institutionenübergreifende Zusammenarbeit weiter ausbauen lässt.
Im Mittelpunkt des ersten Treffens stand die Frage, wie Unternehmen, Hochschulen und weitere Akteure den Wandel aktiv gestalten und Zukunftschancen frühzeitig erkennen können. Einen Impuls dazu gab Prof. Dr. Stefanie Wrobel, Professorin für Business Development & Transformation Management am Bayerischen Foresight-Institut der THI. Sie zeigte auf, wie Unternehmen und Kommunen mithilfe wissenschaftsbasierter Zukunftsszenarien robustere Strategien und Geschäftsmodelle entwickeln können. Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmenden, wie sich die praxisorientierte Vernetzung zwischen regionalen Unternehmen, Gründenden und den Transferstrukturen der beteiligten Hochschulen weiter stärken lässt.
Im weiteren Verlauf richtete sich der Blick auf die Zukunftsfähigkeit der Region. Im Austausch wurden Ansätze zur frühzeitigen Identifikation von Zukunftspotenzialen, zur Förderung unternehmerischen Denkens bei Studierenden sowie zur Stärkung von Investitionen, Innovationen und regionaler Wertschöpfung erörtert. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass eine erfolgreiche Transformation nur im Zusammenspiel von Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand gelingen kann. Eine stärkere Vernetzung der Akteure, mehr Sichtbarkeit für bestehende Angebote und zusätzliche Austauschformate zwischen Wissenschaft und Wirtschaft wurden dabei als zentrale Erfolgsfaktoren benannt.
Beim zweiten Science Breakfast lag der Fokus auf der Forschungskoordination und der Abstimmung institutionsübergreifender Forschungsprojekte. Nach einem Impulsvortrag von Prof. Daniel Großmann, Vizepräsident Forschung der THI, tauschten sich die Teilnehmenden über Herausforderungen und Potenziale einer stärkeren Vernetzung von Forschungseinrichtungen innerhalb der Region aus. Deutlich wurde dabei, dass erfolgreiche Kooperationen nicht nur von fachlicher Exzellenz, sondern auch von transparenten Strukturen und einem guten Überblick über vorhandene Kompetenzen profitieren.
Diskutiert wurde in diesem Zuge auch, wie sich Kooperationen zwischen Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), weiter stärken lassen. Dabei wurde deutlich, dass niedrigschwellige Austauschmöglichkeiten eine wichtige Voraussetzung sind, um Berührungsängste abzubauen und neue Partnerschaften zu ermöglichen.
Zugleich unterstrichen die Teilnehmenden die Bedeutung aktiver Netzwerkarbeit, um Kompetenzen sichtbar zu machen und gezielt in Forschungsverbünde einzubringen. Auch die Entwicklung gemeinsamer strategischer Projektideen für die Region sowie die stärkere Nutzung themenoffener Förderformate wurden als wichtige Ansatzpunkte identifiziert.
Mit dem Science Breakfast hat sich in der Region ein institutionsübergreifendes, informelles Wissenschaftsnetzwerk etabliert. Die Veranstaltung bringt Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Stadt und Wirtschaft regelmäßig zusammen, um sich zu Themen wie Transformation, Wissenstransfer, Forschungskooperationen und Wissenschaftskommunikation auszutauschen. Ziel ist es, Synergien zu nutzen, Bedarfe frühzeitig zu identifizieren und gemeinsam Ideen für die Zukunft der Region zu entwickeln. Das Science Breakfast wurde initiiert durch das Wirtschaftsreferat der Stadt Ingolstadt, seit September 2026 koordiniert die IFG Ingolstadt AöR das Netzwerk auf kommunaler Ebene.