„Durch das berufsbegleitende Studium entwickle ich mich nicht nur beruflich, sondern auch persönlich weiter.“

Steckbrief:
Name: Morgenthum
Vorname: Bernd
Beruf: stellv. Stationsleiter in der forensischen Psychiatrie
Studienfach: Management in Gesundheitsberufen
Studienbeginn: 2016

Warum bilden Sie sich berufsbegleitend weiter?
Ohne die Bereitschaft zur Weiterbildung wäre ich heute nicht stellvertretender Stationsleiter. Ich habe eine Ausbildung zum Krankenpfleger gemacht und zusätzlich an der Abendschule mein Fachabitur absolviert. Durch das Studium eigne ich mir jetzt die Qualifikationen an, die in meinem Lebenslauf bisher fehlten.

Wäre ein Vollzeitstudium eine Option für Sie gewesen?
Nicht wirklich, denn für mich hat das berufsbegleitende Angebot viele Vorteile: Zum einen bleibt man im Beruf, verdient weiter Geld und kann so den gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten. Zum anderen bekommt man an der Hochschule den theoretischen Hintergrund an die Hand, den man dann zeitgleich in der Arbeit anwenden kann. Letztens haben wir zum Beispiel ein Modell zur Prozessoptimierung kennen gelernt. Das war wirklich interessant und man kann es genauso in unseren Berufsalltag übertragen. Dieser Praxistransfer ist von hohem Nutzen für die berufliche Weiterentwicklung. Ich konnte bereits vieles aus dem Unterricht mitnehmen.

Geht es im Studium in erster Linie darum, sich diesen theoretischen Background anzueignen?
Wichtig sind auf jeden Fall auch die Soft Skills, die durch das Studium weiterentwickelt werden. Die persönliche Reife ist ja vor allem in einer Führungsposition besonders wichtig.  Es ist gut, Erfahrungen zu sammeln, um so seriöser zu werden und zu wirken. Neben dieser persönlichen Entwicklung eigne ich mir natürlich auch neues Fachwissen an. Das Studium erweitert den Horizont, man lernt neue Perspektiven kennen und hinterfragt plötzlich Sachen. Oft ist es ja so, dass der eigene Fachbereich klar ist, andere Abteilungen, Prozesse und Bereiche liegen aber außerhalb der eigenen Wahrnehmung.

Welche neuen Bereiche lernen Sie jetzt kennen?
Zum Beispiel die Unternehmensstruktur. Was macht der Personaler? Wie werden neue Mitarbeiter für das Unternehmen gewonnen? Was spielt sich in der Öffentlichkeitsarbeit und im Bereich Social Media ab? Durch das Studium erhalte ich einen Überblick über Personalführung und was dahintersteckt. Dinge, die man schon aus dem Unternehmen kennt, sieht man plötzlich aus einem anderen Blickwinkel. Hinzu kommt, dass meine Kommilitonen aus verschiedenen fachlichen Richtungen kommen, wie z.B. Hebammen oder Angestellte von Krankenkassen. So lernt man auch verschiedene Bereiche aus dem Gesundheitswesen besser kennen.

Ist es schwer, Studium und Beruf unter einen Hut zu bekommen?
Es ist schon ein Kunststück, Arbeit und Weiterbildung zu meistern. Das erfordert gute Planung und Weitsicht. Man muss die Präsenztage mit dem Dienstplan vereinbaren und auch in der Freizeit ab und zu Abstriche machen. Ich spiele zum Beispiel gern Fußball – das klappt nicht ganz so oft, wie ich gerne würde. Entscheidend ist, sich private Aktivitäten einzuteilen und trotz Job und Studium nicht aufzuhören zu leben. Man muss eben einfach ein gesundes Mittelmaß finden.

Bekommen Sie Unterstützung bei Ihrer Weiterbildug?
Vom Arbeitgeber bekomme ich acht freie Tage pro Semester. Hilfreich bei der Organisation ist auf jeden Fall auch das freundliche Personal und die Kooperationsbereitschaft am IAW. Man ist immer gewillt zu helfen und einen gemeinsamen Nenner zu finden. Und ganz wichtig sind natürlich auch meine Kommilitonen: Wir motivieren uns gegenseitig und treffen uns in Lerngruppen. Man darf den Aufwand für ein berufsbegleitendes Studium nicht unterschätzten. Aber er lohnt sich definitiv.


Über das Angebot:
Der berufsbegleitende Bachelorstudiengang „Management in Gesundheitsberufen“ vermittelt den Teilnehmenden betriebswirtschaftliche und ökonomische Kompetenzen sowie Personalführungskompetenzen rund um die Gesundheitsbranche. Mehr Informationen zum B.A. Management in Gesundheitsberufen finden Sie hier.