Internationale Unterstützung am Institut für neue Energie-Systeme

Sieben Gastwissenschaftler und Gaststudenten

Das Institut für neue Energie-Systeme (InES) der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) baut in vielerlei Hinsicht auf internationale Kooperation im Bereich der Erneuerbaren Energien. Aktuell wird das InES-Team von sieben ausländischen Gastwissenschaftlern und Gaststudenten aus Frankreich, Italien, Albanien, Kanada, Tunesien und den USA in seinen Forschungsprojekten unterstützt.

Deutschland hat sich als eines der ersten Industrieländer für den Ausstieg aus der Atomkraft entschieden und sich hohe Klimaschutzziele gesetzt. Ziel ist es, die deutsche Energieversorgung komplett umzugestalten und eine der energiesparsamsten und umweltschonendsten Volkswirtschaften der Welt zu werden. Da Deutschland mit diesem Vorhaben auf globaler Ebene eine Vorreiterrolle einnimmt, wird die deutsche Energiewende auch im Ausland mit sehr großem Interesse verfolgt.

Im Sinne der hochschulweiten Internationalisierungsstrategie koordiniert das InES bereits seit einigen Jahren internationale Forschungsprojekte und bietet internationalen Studierenden die Möglichkeit, einen Forschungsaufenthalt in Ingolstadt zu absolvieren. So waren in den letzten Jahren bereits mehr als 20 internationale Gäste im Rahmen von Abschlussarbeiten, Praktika oder einem Wissenschaftler-Austausch am InES tätig. Neben der fachlichen Betreuung durch die Wissenschaftler am Institut unterstützt Stefan Schneider, Leiter des InES-Bereichs „Netzwerk und Internationale Projekte“ gemeinsam mit seinem Team die internationalen Gäste in der Vorbereitung und Durchführung ihres Aufenthaltes. Neben einem Deutsch-Intensivkurs, der gemeinsam mit dem THI-Sprachenzentrum und dem Zentrum für Angewandte Forschung (ZAF) der THI realisiert werden konnte, stehen auch private Unternehmungen, wie beispielsweise die gemeinsame Teilnahme am Ingolstädter Firmenlauf auf dem Programm.

Wie bedeutsam ein vorübergehender Aufenthalt für die Teilnehmer sein kann, wird am Beispiel der 23-jährigen Rahma Kchaou aus Tunesien deutlich, die im März 2017 für ihre Abschlussarbeit in das Forschungsteam des InES gekommen ist: „Bei meiner Recherche nach Einrichtungen für meinen Aufenthalt hat mich die praxisorientierte Ausrichtung der THI besonders angesprochen. Mit dieser Erfahrung in Ingolstadt geht für mich mein Traum, Teil der bekannten deutschen und hoffentlich bald globalen Energiewende zu sein, bereits ein Stück weit in Erfüllung.“

Während Rahma gerne ihr Masterstudium in Ingolstadt absolvieren möchte und auf einen Studienplatz in dem neuen Master-Studienprogramm „Renewable Energy Systems“ an der THI hofft, strebt Praktikant Zechariah Rice aus den USA ein weiterführendes Studium in seiner Heimat an. Der 21-Jährige ist bereits der zweite Stipendiat des DAAD-Programms „Research Internships in Science and Engineering – RISE“ am InES.

Institutsleiter und Afrika-Beauftragter der THI Prof. Wilfried Zörner betrachtet den Ausbau der Forschung und Innovation zusammen mit internationalen KollegInnen und PartnerInnen als zentralen Baustein der Institutsstrategie. „In unserer globalisierten Welt sind die internationale Öffnung und ein länderübergreifender Austausch wichtiger denn je. Unsere internationalen Gäste sind für uns nicht nur auf wissenschaftlicher Ebene und hinsichtlich der Energiewende, sondern vor allem auch kulturell eine große Bereicherung. Deshalb wollen wir am InES auch weiterhin die internationale Kooperation im Bereich der erneuerbaren Energien vorantreiben.“

Das Institut für neue Energie-Systeme (InES) ist eines von drei Instituten für Angewandte Forschung der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI). Gegenwärtig betreiben sechs Professoren sowie zwanzig wissenschaftliche Mitarbeiter beim InES Forschung im Bereich der Technologien Erneuerbarer Energien. www.thi.de/go/energie