E-Falke

Das Projekt E-Falke der Technischen Hochschule Ingolstadt verknüpft eine Integration der Inhalte der Lehrveranstaltungen mit direkter praktischer Erfahrung. In studentischen Projekten, Abschlussarbeiten und als Arbeitsgruppe soll ein Motorsegler vom Typ Scheibe SF25A auf Elektroantrieb umgerüstet werden und wieder zum Flug zugelassen werden. Die Studierenden sollen anhand des Umbaus lernen komplexe technische Aufgaben in interdisziplinären Teams zu bearbeiten.

Die Zulassungsvorschriften des Luftfahrtbundesamtes und der selbst gesteckte Zeitplan stellen eine herausfordernde Aufgabe für die Studierenden dar. Der Umbau des Motorseglers zielt neben der praxisorientierten Vertiefung des fachlichen Wissens auch auf den Aufbau von persönlichen Kompetenzen, die für den späteren Berufsalltag als Bachelor und Master unabdingbar sind. Die interdisziplinäre Auslegung des Projektes unterstützt diesen Ansatz.

Den Studierenden stehen Experten aus allen beteiligten Bereichen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Das Projekt E-Falke legt den Schwerpunkt auf die Ausbildung der Studierenden. Die Flugleistungen stehen deshalb zunächst im Hintergrund. Um trotzdem einen sinnvollen Einsatz zu ermöglichen wurden bei der Auslegung folgende minimale Anforderung an das Flugprofil gesetzt:

Technische Daten

Besatzung: 1 Pilot
Flugzeit ca.: 2 min bei 24KW Startleistung, 5 min bei 14,5KW Steigflug, 10 min bei 6,6KW Reiseflug

Zwei Antriebsstränge mit je einer eigenen Batterie

  • Zellmaterial: Lithiumeisenphosphat
  • Schaltung: 17 Zellen in Reihe, 3*18,5 Ah parallel
  • Kapazität: 55,5Ah
  • Spannung: 60V
  • Maximaler Entladestrom: 400 A

 

 

  • Geiger Engineering HP25Duplex, 25KW Dauerleistung
  • Geiger Engineering PI300

Zulassung

Die Zulassung des umgebauten Motorseglers erfolgt als Einzelstück durch das Luftfahrtbundesamt. Die Studenten müssen die Konformität der Änderungen mit den einschlägigen Lufttüchtigkeitsanforderungen für die Zelle und das elektrische Antriebssystem nachweisen und soweit erforderlich auch die erforderlichen Nachweise planen und durchführen.

Sämtliche Umbauarbeiten sind im Vorfeld mit dem Luftfahrtbundesamt abzustimmen. Ein vom Luftfahrtbundesamt bestellter Prüfer überwacht die Gestaltung und Bauausführung.

  •  Analyse der Anforderungen
  • Planung des Zulassungsprozesses
  • Koordination mit Luftfahrtbundesamt
  • Planung der geforderten Nachweise
  • Erstellung der Dokumentation
  • Erstellung des Flughandbuchs, der Checklisten und des
  • Wartungshandbuchs
  • Flugversuchsprogramm

 

 

  • Prüfstand zum Nachweis der Belastbarkeit des Motorträgers und des Batteriegehäuses
  • Prüfstand für die integrierte Antriebseinheit

 

Projektleitung

Prodekan der Fakultät EI
Prof. Dr. Andreas Frey
Tel. : +49 841 9348-2330
Raum : B005
E-Mail :
Dekan der THI Business School
Prof. Dr. rer. pol. Bernd Scheed
Tel. : +49 841 9348-1920
Raum : F201
E-Mail :

Kompetenzen

  • Verständnis für komplexe Zusammenhänge
  • Arbeiten im Team
  • Verantwortung übernehmen
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit in studentischen Projekten

Elektrotechnik und Informatik
Batterietechnik, Elektrotechnik, Programmierung, Zulassung

Maschinenbau
Konstruktion, Aerodynamik, Flugmechanik, Zulassung

Business School
Vermarktung

Zeitplan

  • Mai 2015: Erwerb des Motorseglers
  • November 2015: Anmeldung des Umbaus beim Luftfahrtbundesamt WS 2015 bis WS 2017/18
  • Umbauphase: ab März 2018 vorläufige Verkehrszulassung als Einzelstück in der beschränkten Sonderklasse Experimentalflugzeug
  • Oktober 2018: Erstflug
  • ab 2019: Flugerprobung