Aktuelles

Ziele von Mensch in Bewegung

Mit „Mensch in Bewegung“ wollen die Technische Hochschule Ingolstadt und die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt als Impulsgeber und Motor einer nachhaltigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung der Region wirken. So soll ein Mehrwert für die Zukunft der Region geschaffen werden, indem lokale Lösungsansätze für globale Herausforderungen entwickelt und in die Region transferierte werden. Dazu bauen beide Hochschulen eine Innovationsallianz als Ideen-, Technologie- und Wissensdrehscheibe der Region auf und stärken die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft.

Transferstrategie

Die Transferaktivitäten der TH Ingolstadt und der KU Eichstätt-Ingolstadt sind darauf ausgerichtet, Lösungen für die gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, wie Klimawandel, Ressourcenknappheit, Digitalisierung der Lebens- und Arbeitswelt, soziale Ungleichheit und demografischer Wandel zu entwickeln und in die Region zu tragen.

In ihrer gemeinsamen Transferstrategie verfolgen beide Hochschulen die Leitidee, durch ihre sich ergänzenden Profile beim Ideen-, Wissens- und Technologietransfer als Impulsgeber und Motor einer nachhaltigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung der Region zu wirken.

 

 

Transferformate Der Ideen-, Wissens- und Technologietransfer in die Region erfolgt an der TH Ingosltadt über folgende Formate:

Der Transfer durch Lehre zählt zu den Hoheitsaufgaben der Hochschulen. Primär geschieht dies über Bildung und Ausbildung von Absolventen, über praxisnahe Projekt- und Qualifikationsarbeiten sowie kooperative Lehr- und Lernformate wie forschungsbasiertes Lernen und Lernen durch Engagement (Service-Learning). Die Entwicklungsziele für das Format des Transfers durch Lehre sind:

  • Ausbau der forschungsbasierten und praxisorientierten Lehrveranstaltungen in enger Kooperation mit außeruniversitären Partnerorganisationen.
  • Forschungsbasierte Entwicklung, Implementierung und Evaluation neuer Studienangebote zu den Transferfeldern (Mobilität, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Engagement etc.).
  • Ausbau der Lehr- und Studienangebote für nicht grundständig Studierende durch innovative und flexible Bildungsformate und Studienmodule.
  • Aufbau einer „Transferbörse“ zu Praxis- und Forschungsprojekten in der Lehre sowie Seminar- und Abschlussarbeiten in Kooperationen mit Praxispartnern.

Der Transfer durch Forschung zielt auf den Erkenntnis- und Nutzengewinn für Wirtschaft und Gesellschaft ab und ist durch die Kooperation mit Schlüsselakteuren und Anspruchsgruppen außerhalb des Wissenschaftssystems charakterisiert. Die Kooperation kann sich dabei auf alle Phasen des Forschungsprozesses beziehen (von der Identifikation der Forschungsfragen gemeinsam mit nichtwissenschaftlichen Akteuren bis hin zur Gewährung öffentlichen Zugangs zu den Forschungsergebnissen durch professionelle Wissenschaftskommunikation). Die Entwicklungsziele für das Format des Transfers durch Forschung sind:

  • Ausbau bestehender Forschungsfelder mit hoher Transferrelevanz und gemeinsame Erschließung neuer Forschungsthemen unter Nutzung der Komplementärprofile
  • Nutzung der komplementären Forschungsexpertisen auch für gemeinsame Drittmittelanträge und -projekte (u. a. mit Partnerorganisationen in der Region)
  • Ausbau kooperativer Promotionen zwischen beiden Hochschulen, auch in Projekten mit nicht-akademischen Partnerorganisationen der Region
  • Verstärkte Einwerbung transferbezogener Drittmittel im Rahmen von Auftragsforschung und Förderungen durch DFG, EU, Bund und Länder, Stiftungen und Unternehmen
  • Aufbau eines eigenständigen, hochschulübergreifenden Schwerpunktes „Transfer und Transformation“ (einschl. Evaluations- und Wirkungsforschung zu „Third Mission“).

 

 

Der Transfer durch Weiterbildung verfolgt das Ziel, die spezifischen berufsbegleitenden Informations- und Weiterbildungsbedarfe in der Region mit wissenschaftlich fundierten Fort- und Weiterbildungsangeboten zu decken, und erfüllt zugleich den Anspruch von Hochschulabsolventen nach Möglichkeiten zu lebenslangem Lernen sowie den Bedarf der regionalen Wirtschaft zur Qualifikation von Fachkräften. Er erfolgt schwerpunktmäßig über berufsbegleitende Bachelor- und Masterstudiengänge sowie kurzzeitigere Formate wie Seminare, Workshops, Zertifikatskurse und Modulstudienangebote. Konkrete Entwicklungsziele für das Format des Transfers durch Weiterbildung sind:

  • Empirische Umfragen zur Identifizierung/Erhebung spezifisch regionaler Bildungsbedarfe.
  • Forschungsbasierte Entwicklung, Implementierung und Evaluation flexibel und modular aufgebauter Weiterbildungsangebote zu den gemeinsamen Transferfeldern Mobilität, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Engagement etc.
  • Transfer aktueller Forschungsergebnisse aus den gemeinsamen Transferfeldern direkt in die berufliche Praxis durch berufsbegleitend Studierende.

Über ehren-, neben- und hauptamtlichen Transfer durch Beratungstätigkeit bringen die Hochschulangehörigen ihr Fachwissen und ihre wissenschaftliche Expertise in regionale und überregionale Gremien und Organisationen ein. Als Aufsichts- oder Beiräte, Gutachter und in weiteren beratenden Funktionen tragen die Hochschulen durch diese Form des Transfers dazu bei, Entscheidungsprozesse in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und Evidenzen zu unterstützen. Die Entwicklungsziele für das Format des Transfers durch Beratungstätigkeit sind:

  • Steigerung der Betätigung von Hochschulangehörigen als ehren- und nebenamtliche Berater, Beiräte, Gutachter, Reviewer und Experten durch geeignete Anerkennungs- und Anreizstrukturen.
  • Förderung der aktiven Beteiligung von Hochschulangehörigen an einschlägigen Communities of Practice, Enquete-Kommissionen, Netzwerken und Wissenschaftsvereinigungen sowie bei ähnlicher Gremienarbeit.
  • Aufbau eines öffentlich zugänglichen Expertenverzeichnisses und Ausbau der Beratungstätigkeit in den Transferfeldern der Partnerhochschulen.

Bürgerschaftliches Engagement von Hochschulangehörigen und Studierenden auf dem Campus und darüber hinaus ein wesentlicher Bestandteil des Transfers in Wirtschaft und Gesellschaft. Dieser Transfer durch Engagement findet außerhalb der eigentlichen Hochschulkernprozesse in Forschung und Lehre statt, ist zugleich aber dadurch charakterisiert, dass er auf der wissenschaftlichen und professionellen Expertise sowie den fachlichen wie überfachlichen Kompetenzen der humanen Ressourcen an den Hochschulen basiert. Die Entwicklungsziele für das Format des Transfers durch Engagement sind:

  • Etablierung von Anerkennungs- und Anreizstrukturen für das gesellschaftliche Engagement der (nicht-)wissenschaftlichen Hochschulangehörigen und Studierenden
  • Sichtbarmachung des Engagements durch öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen und gezielte Öffentlichkeitsarbeit (z. B. „Social Day“, Fundraising-Kampagnen)
  • Aufbau spezifischer Studienangebote zur Anerkennung des überfachlichen Kompetenzerwerbs und der Persönlichkeitsbildung durch gesellschaftliches Engagement
  • Einrichtung von offenen „Innovationslaboren“ mit realen und virtuellen Infrastrukturen zur Förderung und Unterstützung des Engagements von Studierenden.

Die Förderung von Unternehmensgründungen durch Hochschulen gehört ebenfalls zu einem zentralen Handlungsfeld im Transfer gegenüber Wirtschaft und Gesellschaft. Der Transfer durch Unternehmertum knüpft an Forschung, Lehre, Weiterbildung und Engagement an und zielt sowohl auf technologische als auch auf soziale Innovationen ab. Die Entwicklungsziele für dieses Transferformat sind:

  • Ausbau der Zusammenarbeit zwischen dem Digitalen Gründerzentrum (DGZ), dem Center of Entrepreneurship an der THI und dem Zentrum für Entrepreneurship der KU.
  • Einrichtung hochschulübergreifender Lehrformate, in denen Studierende in interdisziplinären Projektsettings sowohl unternehmerisches Denken und Handeln erlernen und in Innovationswettbewerben beispielhaft anwenden.
  • Steigerung der Anzahl an Ausgründungen der Hochschulangehörigen (Spin-offs und Start-ups) in den jeweiligen Kompetenzfeldern der beiden Hochschulen.

 

 

Der Transfer durch Veranstaltungen zielt im Wesentlichen darauf ab, die Hochschulen und ihre Transferaktivitäten in der wissenschaftlichen Fachwelt und in der breiten Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Zur Förderung des Dialogs zu wichtigen Zukunftsfragen mit allen Anspruchsgruppen in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, adressieren öffentliche Veranstaltungen unterschiedliche Ziel- und Anspruchsgruppen, um sie zur Beteiligung an der Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen einzuladen und den forschungsbasierten Transfer dezidiert um nicht-wissenschaftliche Perspektiven zu bereichern. Die Entwicklungsziele für dieses Format des Transfers durch Veranstaltungen sind:

  • Stärkung partizipativer Veranstaltungsformate (BarCamps, Open Space Veranstaltungen etc.) unter Nutzung digitaler Medien und interaktiver Online-Kollaboration
  • Informationsveranstaltungen und Konferenzen/Tagungen zu Themen der gemeinsamen Transferfelder auf Basis aktiver Beteiligung von Wirtschaft und Zivilgesellschaft oder auf Initiative von Studierenden beider Hochschulen
  • Entlastung und Unterstützung bei der Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen sowie im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit durch hochschulübergreifende Support-Strukturen.

Den Hochschulen als aus öffentlichen, steuermittelfinanzierten Einrichtungen ist es schließlich ein wichtiges Anliegen, ihre Infrastrukturen für bestimmte Anlässe und Zwecke der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen und damit wissenschaftsnahen Initiativen und Aktivitäten der Zivilgesellschaft kreativen Raum zu bieten. Dieser Transfer durch Outreach-Aktivitäten dient dabei zugleich der Steigerung der Bekanntheit und Sichtbarkeit der Hochschulen wie auch der langfristigen Bindung von Anspruchsgruppen wie Studieninteressierten und Alumni. Die Entwicklungsziele für das Transferformat sind:

  • Ausbau der öffentlichen Zugänglichkeit von Kreativ- und Dialogräumen an den Hochschulen (z. B. Co-Working-Spaces, Creative Labs, Design Thinking Labore etc.).
  • Organisation und Durchführung von Veranstaltungen für eine breite nicht-wissenschaftliche Zielgruppe im öffentlichen Raum (z. B. Science Festival, Kinder- und Intergenerationen-Uni etc.).
  • Entwicklung mobiler Outreach-Angebote zur Vergrößerung der Reichweite, um mit den Transferaktivitäten in den ländlichen Raum wirken zu können (z. B. Mobility Lab).

Kontakt

Thomas Bartholomé
Projektleitung
Esplanade 10, D-85049 Ingolstadt
Tel +49 (0) 841 / 9348-3160
Thomas.Bartholome@thi.de