Forschungsstarke THI: Neuer Rekord bei der Einwerbung von EU-Drittmitteln

Hohe Bewilligungsquote zeigt Stärke der Wissenschaft und schafft Zukunft für die Region

Hochschulen finanzieren sich mitunter aus Drittmitteln. (Quelle: Pixabay)

In den vergangenen zwei Jahren konnten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) ihre EU-Antragsaktivitäten speziell im Bereich des Europäischen Forschungsrahmenprogramms „Horizont Europa“ (HEU) deutlich steigern. So warb das Forschungs- und Testzentrum CARISSMA der THI allein seit Anfang des Jahres sechs neue Verbundforschungsprojekte ein. Dies entspricht einer Bewilligungsquote von 35 Prozent aller bis Januar 2022 eingereichten HEU-Förderanträge. Durchschnittlich liegt die Genehmigungsquote von EU-Förderanträgen bei rund 15 Prozent.

„Die Einwerbung von EU-Forschungsdrittmitteln ist für die Hochschulen besonders herausfordernd. Deshalb freue ich mich über den Erfolg unserer Forscherinnen und Forscher sowie der wissenschaftsunterstützenden Bereiche besonders“ sagt THI-Präsident Prof. Dr. Walter Schober. „Die Investition der EU-Fördermittel in Projekte am Wissenschaftsstandort Ingolstadt schaffen Zukunft für Bayern und die Region.“

Neben der Grundfinanzierung aus Bund und Ländern, ist es Hochschulaufgabe, Forschungsvorhaben durchzuführen, die aus Mitteln Dritter, zum Beispiel Organisationen für Forschungsförderung, finanziert werden. Die im Wettbewerb eingeworbenen Forschungsmittel ergänzen zunehmend die Grundfinanzierung der Hochschulen. Die Europäische Union fördert mit ihren Programmen in verschiedenen Schwerpunkten sowohl die regionale Entwicklung als auch den wissenschaftlichen Austausch zwischen Hochschulen in ganz Europa. Mit diesen Mitteln werden beispielsweise Projekte unterstützt, die darauf abzielen, die Exzellenz in der Wissenschaft zu stärken und die führende Rolle der bayerischen Industrie durch den Wissens- und Technologietransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen zu stärken.

Als Erfolgsfaktor ist neben der Forschungsstärke der THI die langfristig angelegte Vernetzungsarbeit auf europäischer Ebene zu sehen. In den sechs Verbundforschungsprojekten hat die THI ca. 3 Millionen Euro eingeworben.

Die Projekte:

Über einen Zeitraum von drei Jahren forscht das Institut C-ISAFE (Institute of Safety in Future Mobility) zum Thema Sicherheitssysteme und Mensch-Maschine-Schnittstellen für künftige Szenarien bei einem zunehmenden Anteil hochautomatisierter Fahrzeuge in AWARE2ALL. Darüber hinaus testet C-ISAFE Sicherheitssysteme für TRANS-SAFE. Das Projekt vereint in einem Konsortium 31 europäische und afrikanische Partner, bestehend aus Experten, Städten sowie Institutionen.

Gemeinsam mit Schlüsselakteuren aus dem maritimen Sektor forscht das Institut C-ECOS im Projekt HYPOBATT zu klimaneutralen Antriebslösungen für den maritimen Transport. Auf sichere, widerstandsfähige Transport- und Mobilitätsservices für Passagiere und Waren zielt das Projekt SELFY ab, das ebenfalls bei C-ECOS angesiedelt ist. In das internationale, dreijährige Verbundprojekt bringt die THI ihre Expertise im Bereich der IT-Sicherheit ein.

Das Institut C-IAD (Institute of Automated Driving) hat zwei EU-Projekte eingeworben. In ROADVIEW entwickelt das Institut im Verbund mit seinen Partnern ein komplexes Beobachtungs- und Entscheidungssystem für vernetzte und autonome Fahrzeuge unter realen Wetter- und Verkehrsbedingungen. Ebenfalls mit Fahrzeugsicherheit befasst sich das C-IAD in V4SAFETY Das Verbundprojekt mit 31 Partnern wird die Vergleichbarkeit von Sicherheitsstudien ermöglichen und entsprechende Guidelines entwickeln.

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