Kenia-Projekt zum HAW-Modell: Erfolgreiche Netzwerkbildung

Transferphase gestartet

Die Delegation aus Kenia mit Prof. Dr.-Ing. Wilfried Zörner und Petra Beer (beide THI-InES) beim Transfer-Workshop an der HNU, April 2019. Quelle: THI/HNU

Mit dem ersten Transferworkshop haben die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) und die Hochschule Neu-Ulm (HNU) die dritte und finale Phase ihres Projekts East Africa Network of Excellence for Universities of Applied Sciences eröffnet. Neben den 17 Teilnehmenden des Qualifizierungsprogramms zum Modell der Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) verbrachten vier Verwaltungsmitarbeiter/innen der Partnerhochschulen in Kenia die Woche an der HNU.

Das übergreifende Ziel des Programms ist es, kenianische Hochschullehrende, Nachwuchswissenschaftler/innen und Verwaltungsmitarbeiter/innen über das deutsche Konzept der HAW zu informieren und entsprechend fortzubilden. Nach den Qualifikationsworkshops mit zahlreichen Vorträgen, aktivem Austausch zum HAW-Modell sowie Labor- und Firmenbesichtigungen im Herbst 2018 stand bei dem Besuch der administrativen Hochschulmitarbeiter/innen der Austausch mit der jeweiligen Abteilung an der HNU im Vordergrund. So verbrachte jeweils ein Mitglied die Woche im International Office, der Bibliothek, der Finanzabteilung und im Zentrum für Digitalisierung, um sich mit den Personen in vergleichbarer Position auszutauschen und die Abläufe an einer deutschen HAW beispielhaft kennenzulernen.

Vorrangig stand bei der Veranstaltung im April der lokale Kontext in Kenia im Fokus. Dabei wurde das Potenzial für die Übertragbarkeit des HAW-Modells auf drei Ebenen betrachtet: Individuell, Multiplikator und Institutionell. So wurden bei dem interaktiven Workshop die Herausforderungen bei der Implementierung des angewandten Ansatzes zusammengetragen und mögliche Lösungsansätze für alle Ebenen erarbeitet. Die jetzige Transfer-Phase wird als entscheidender Teil des Vorhabens betrachtet, weil nur damit die Nachhaltigkeit des Projekts sichergestellt werden kann.

Neben der Formulierung konkreter Handlungsempfehlungen zur Optimierung praxisorientierter Lehre und Forschung in Kenia stellten die Überlegungen zur Form der langfristigen Zusammenarbeit des Netzwerks einen wichtigen Teil des Treffens dar. Die Gruppe von sieben verschiedenen Universitäten in Kenia bekräftigte hierbei erneut ihre Absicht, das durch das Projekt gebildete Netzwerk auch nach der Laufzeit der DAAD-geförderten Initiative aufrechtzuerhalten. Inwiefern das Netzwerk institutionalisiert werden soll, möchte die Gruppe bis zur Abschlussveranstaltung im Oktober final beschließen.

Der zweite Transfer-Workshop findet vom 09. bis 11. Juli 2019 in Nairobi, Kenia, statt. Neben zwei weiteren Tagen zum Austausch innerhalb der Gruppe, planen die Projektpartner in diesem Rahmen eine Informationsveranstaltung für externe Akteure. Damit sollen das HAW-Modell auf lokaler Ebene in den Netzwerken der Teilnehmenden bekannt gemacht und weitere Vorschläge für die Umsetzung an den Institutionen vor Ort diskutiert werden.

Abschließend wird im Oktober 2019 eine Abschlussveranstaltung in Nairobi organisiert, wobei die persönlichen und institutionellen Kontakte zwischen den Universitäten und anderen relevanten Akteuren langfristig intensiviert werden sollen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projekt-Webseite unter folgendem Link:

www.uas-excellence.de

Das zweijährige Projekt wird durch das Auswärtige Amt und den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert.

Kontakt

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