Bürogebäude der nächsten Generation – Heizung, Kühlung und Mobilität mit Erneuerbaren Energien in Pfaffenhofen

Das Kompetenzzentrum Wärme&Wohnen des Instituts für neue Energie-Systeme (InES) der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) bot interessierten Personen aus Forschung, Wirtschaft und Politik die Möglichkeit, ein innovatives Bürogebäude in Pfaffenhofen kennenzulernen. Im Rahmen einer Exkursion wurde den Veranstaltungsteilnehmern Möglichkeiten gezeigt, wie solch eine komplexes Energiesystems mit integrierter Heizung, Kühlung und Mobilität in der Praxis realisiert werden kann.

An der Ostseite des Gebäudes befinden sich zwischen den Fensterreihen fassadenintegrierte PV-Module (siehe abgebildete Längsseite). Dadurch kann die PV-Produktion in die Morgenstunden verschoben werden. Dies ermöglicht eine Leistungsverschiebung in den Zeitraum des höchsten Stromverbrauchs des Bürogebäudes (Steigerung des Autarkiegrads). Quelle: THI

Herr Eichenseher stellte in seinem engagierten Vortrag die nachhaltigen Energielösungen für sein Bürogebäude vor. Grundgedanke bei dem Bau war es, eine nachhaltige und hochwertige Immobilie zu schaffen, die mit geringstmöglichem Energiebedarf zu unterhalten ist. Quelle: THI

Ende 2015 wurde in Pfaffenhofen an der Ilm ein Bürogebäude mit komplexer Gebäudeenergietechnik in Betrieb genommen. Die Fassaden- und Dachphotovoltaik versorgt das Objekt mit Energie und deckt weitgehend den Strombedarf für Betrieb, Heizung und Elektromobilität. Die Beheizung erfolgt durch eine modulierende elektrische Sole-Wasser-Wärmepumpe, gekoppelt mit einem Eisspeicher, der auch für die Kühlung des Gebäudes sorgt. Grundgedanke bei dem Bau war, eine nachhaltige und hochwertige Immobilie zu konstruieren, die hinsichtlich der Energieeffizienz und technischen Ausstattung zeigen sollte, was zukunftsweisend und bereits möglich ist.

Der Inhaber des Büros Eichenseher Ingenieure und gleichzeitig der Planer des besuchten Bürogebäudes, Herr Eichenseher, stellte in seinem Vortrag den knapp 40 anwesenden Personen das umgesetzte Energiekonzept vor. Durch den Einsatz von regenerativen Energien und Speicherlösungen für den Wärme- und Kältebedarf kann hier ein teilweiser Autarkiegrad von 40% im Jahresmittel erzielt werden. Darauffolgend warf Herr Ehrenwirth (InES) in seinem Vortrag einen Blick in die Zukunft der Energieversorgung und erläuterte unter anderem wie thermische Speicher auf Niedertemperatur die Integration unterschiedlicher Erneuerbarer Energien (Solarthermie, PV, Erdwärme, etc.), sowie die energieeffiziente Klimatisierung von Gebäuden ermöglichen. Bei der anschließenden, angeregten Diskussion tauschten sich die Besucher mit den Referenten vor allem über die Technik des vorgestellten Bürogebäudes, sowie über zukünftige Formen der Energiespeicherung aus.

Das Kompetenzzentrum Wärme&Wohnen möchte mit seinen Exkursionen marktfähige und innovative Projekte aus den Bereichen der Wärmeversorgung und Wärmebereitstellung für Wohngebäude und darüber hinaus vorstellen. Damit sollen sowohl der Wissenstransfer als auch die Diskussion über die Zukunft der Erneuerbaren Energien und regenerativen Technologien gefördert werden. Das Kompetenzzentrum wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie aus Landesmitteln der Regierung Bayerns gefördert.

Nähere Informationen sowie das Impressionsvideo zur Veranstaltung finden Sie unter: www.waerme-wohnen.org/exkursionen


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