AWARE-Netzwerk signifikant erweitert

Gemeinsames Doppelabschluss-Masterprogramm an zweiter Partnerhochschule gestartet. Präfektur Curitiba als neuer Forschungspartner gewonnen. Ein Bericht von AWARE:

Auch in diesem Herbst fand wieder eine Brasiliendelegation zur Konsolidierung und Erweiterung der Strategischen Partnerschaft AWARE statt.

Doppelabschlussprogramm mit Brasilien erweitert

Das 2015 gestartete Doppelabschluss-Masterprogramm mit dem THI-Master „International Automotive Engineering (IAE)“ und den beiden Masterprogrammen der brasilianischen Partnerhochschule Universidade Federal do Paraná (UFPR) in Maschinenbau und Elektrotechnik tritt ab WS 17/18 nun auch für die zweite Partnerhochschule in AWARE, der Universidade Federal de Santa Catarina (UFSC), in Kraft: Dabei können Studierende der UFSC-Masterstudiengänge Maschinenbau und Elektronische Systeme ab dem 2.Semester in den IAE der THI einsteigen, um nach weiteren 2 Semestern Studium den deutschen und brasilianischen Abschluss zu erlangen. Besonders erfreulich: an der UFSC haben sich zwei junge Frauen entschieden, das Curriculum erstmalig zu bestreiten. Die beiden Studierenden erhalten ein Stipendium der Forschungsstiftung FAPESC, welche für den Doppelabschluss mit der THI Mittel für ein Stipendienprogramm zur Verfügung stellt, um den Transfer im Bereich der anwendungsorientierten Lehre zwischen Santa Catarina und Deutschland zu stärken. 

Fördergelder über brasilianische Forschungsstiftung konsolidiert

In der Mission, das AWARE-Netzwerk nachhaltig über Partnerbeteiligungen zu verstetigen, besuchte die THI-Delegation die Forschungsstiftung des Bundesstaates Paraná, „Fundação Araucária (FA)“, um aktuelle Projektfortschritte zu präsentieren und Möglichkeiten einer finanziellen Unterstützung was den Austausch von Praktikanten und Doppelabschluss-Studierenden angeht, abzuklopfen. Die FA fördert aktuell 4 Doppelabschluss-Stipendiaten während ihres 12-monatigen Aufenthalts an der THI mit einem Vollstipendium von insg. ca. 15.000€ /Jahr und Person. Aufgrund der vorgelegten Projekterfolge soll das Förderprogramm nun auf weitere drei Jahre und um ein Volumen von insg. ca. 34.000 € erweitert werden.

Neues brasilianisches Student Racing Team mit initiiert

Zum bereits 5.Mal fand im September in Florianópolis das Elektromobilitätsforum Ingolstadt-Brasilien statt. Das einwöchige Forum zum Austausch rund um Themen der Elektromobilität findet seit 2013 jährlich abwechselnd in Deutschland und Brasilien statt und hat sich als interdisziplinäre Plattform des Austausches zwischen den brasilianischen und deutschen Partnern im Bereich der

Elektromobilität bzw. Mobilität der Zukunft etabliert. Die Ergebnisse seit der erstmaligen Veranstaltung 2013 sprechen für sich: mittlerweile wurde an der UFSC ein eigenes  Formula-Student Electric-Team mit dem Namen „Ampera Racing“ gegründet, welches 2016 landesweit den 3. Platz im „Formula SAE Brazil“-Wettkampf belegten; die brasilianischen Teilnehmer am Forum 2014 an der THI haben nach ihrer Rückkehr das Start-up Mobilis gegründet, welches ihren ersten Prototypen, ein elektrisch betriebenes 2-Personenfahrzeug, im diesjährigen Forum präsentierten. Und schließlich wurde das Forum von „Ampera Racing“ aufgegriffen und zur nun jährlich stattfindenden „Ampera Week“ weiterentwickelt, in dessen Rahmen aktuelle Chancen und Herausforderungen der Elektromobilität gemeinsam mit Studierenden, Professoren, Unternehmern und weiteren Entscheidungsträgern der Gesellschaft diskutiert werden. Highlight in diesem Jahr war der Besuch von drei Mitgliedern der Schanzer Racing Teams, die gemeinsam mit Ampera Racing eine Woche lang daran arbeiteten, wie ein Künstliches Neuronales Netz dabei helfen kann, auch im Grenzbereich sicher und schneller zu fahren.  

Vertrag über die Zusammenarbeit mit der Präfektur Curitiba unterzeichnet

In Kooperation mit der Präfektur Curitiba, dem Forschungsinstitut Lactec sowie den beiden Partnerhochschulen UFPR und THI wurde ein Abkommen für das gemeinsame Forschungsprojekt „Fußgängerschutzsysteme in städtischen Verkehrsszenarien“ unterzeichnet, in dem die Infrastruktur des Busverkehrsnetzes von Curitiba, eines der fortschrittlichsten Südamerikas, dazu genützt werden soll, um über Lasersysteme das Fußgängerverhalten in unmittelbarer Busumgebung zu messen und längerfristig automatische Schutzmechanismen an Fahrzeugen zu entwickeln.. Die Stadt Curitiba und das Verkehrsamt stellen den Wissenschaftlern das Forschungsvorhaben bereits vorliegende Daten zur Verfügung.

Neue Forschungsprojekte auf den Weg gebracht

Bereits zum zweiten Mal lud die Konferenz CONEMB („National Conference of Mobility Engineering“), welche alle zwei Jahre von der Partnerhochschule UFSC für ein Publikum von ca. 1.500 Teilnehmern organisiert wird, die THI ein, mit Gastvorträgen zum Thema „Autonomes Fahren und aktuelle Trends in der Automobilindustrie“ am Programm teilzunehmen.  Die CONEMB ist die landesweit größte Konferenz, in der aktuelle Chancen und Herausforderungen im Bereich der Mobilitätstechnologien über Vorträge, Workshops und Ausstellungen diskutiert werden. Im Gespräch mit den brasilianischen Partnern werden derzeit neue Forschungs- und Drittmittelprojekte in diesem Technologiefeld geplant.

Foto 1: Schanzer und Ampera Racing im Workshop „Künstliche Neuronale Netze zur Fahrsteuerung in Grenzbereichen“. Quelle: THI

Foto 2: Prof. Göllinger auf seinem Vortrag über Neue Trends in der Automobilindustrie auf der CONEMB-Konferenz in Joinville. Quelle: THI

Foto 3: Prof. Huber, Prof. Göllinger und Frau Lohmeier auf der CONEMB-Konferenz 2018 in Joinville. Quelle: THI

Foto 4: THI-Delegation zu Gast im Rektorat der UFPR. Quelle: THI

 

 

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