Impulsprojekt 1: Mixed-Reality Versuchsumgebung für sicherheitskritische Funktionen beim hochautomatisierten Fahren

Testfahrzeug auf dem Prüfstand (Quelle: THI)
Testfahrzeug auf dem Prüfstand (Quelle: THI)

Automatisiertes Fahren ist eine Schlüsseltechnologie der Mobilitätswende. Die Einführung von hoch-, bzw. vollautomatisierten Fahrzeugfunktionen wird das Zusammenspiel zwischen Fahrer, Fahrzeug und Fahrumgebung entscheidend verändern. Die technische Komplexität und insbesondere die Funktionssicherheit dieser Fahrzeuge kann jedoch mit klassischen Dauerlauftests, wie sie bisher in der Entwicklungsphase durchgeführt werden, nicht ausreichend erfasst und überprüft werden. Das Impulsprojekt setzt an dieser Stelle an und hat das Ziel, über einen Mix aus simulationsbasierten Methoden und Realtests, eine moderne Versuchsumgebung für automatisierte Fahrzeuge im städtischen Verkehr zu schaffen. Ein weiteres Problem klassischer Dauerlauftests ergibt sich dadurch, dass besonders im Mischverkehr unterschiedliche Witterungsbedingungen, Mentalzustände aller Verkehrsbeteiligten sowie auch Sensoralterung und -ausfälle in einem reproduzierbaren Setting untersucht werden müssen.

Die zentrale Forschungsfrage von IP 1 ist, wie sich die Verkehrssicherheit in urbanen Gebieten durch hoch-, bzw. vollautomatisiertes Fahren verändern wird. Die Zielsetzung des Projekts liegt dabei in der automatischen Generierung von Testfällen sowie, darauf aufbauend, der Ermittlung und Bewertung künftiger Verkehrsszenarien und deren Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit. Durch die Implementierung einer durchgängigen sogenannten „Mixed-Reality Versuchsumgebung“, soll eine Basis geschaffen werden, um die hohe Komplexität von zu bewältigenden Situationen im urbanen Bereich mit variablem Realitätsbezug valide und reproduzierbar abzusichern. Dazu kann in den vier Dimensionen, Fahrermodelle, Sensorik, Umgebungseigenschaften und Fahrzeugcharakteristik des Versuchsaufbaus, der Anteil zwischen virtuellem und realem Test in mehreren diskreten Stufen variiert werden. Mit den dadurch entstehenden Konfigurationen sollen sämtliche in der Realität auftretenden Testfälle generiert, hinsichtlich deren Kritikalität bewertet und HAF-/VAF-Funktionen schließlich reproduzierbar abgesichert werden.

Das Impulsprojekt 1 wird in vier aufeinander abgestimmten Teilprojekten bearbeitet:

Ansprechpartner

Wissenschaftlicher Leiter Technologiefeld „Testsysteme und –methoden“
Prof. Dr. techn. Priv.-Doz. Andreas Riener
Tel. : +49 841 9348-2833
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Förderkennzeichen: 13FH7I01IA