SimuSens

Unterschiedliche Beleuchtungssituationen wie Sonnenaufgang oder aufblendender Gegenverkehr können für Beeinträchtigungen bei Fahrassistenzsystemen sorgen. Diese widrigen Lichtverhältnisse stören optische Sensoren, wie Kamera oder LiDAR und sorgen in weiterer Folge für Systemausfälle oder fehlerhafte Aktivitäten der Assistenzsysteme. Zum Beispiel werden durch überbelichtete Kamerabilder Objekte, wie Fußgänger falsch oder nicht erkannt, wodurch sich das Unfallpotential drastisch erhöht.

Um optische Sensoren von Fahrassistenz- & Sicherheitssystemen für das sichere automatisierte Fahren einfach und effizient validieren zu können wird dafür im Projekt SimuSens ein standardisiertes Testsystem entwickelt. Mittels regelbaren LED-Matrizen soll es möglich sein, schnell unterschiedliche optische Störquellen realitätsnah nachzubilden und so zeitsparend die Sensoren zu überprüfen und optimieren. Die Analyse und Ableitung der Parameter sowie deren Verifizierung der Nachbildung erfolgt anhand eines Prüfportfolios basierend auf realen Messdaten.

Hierfür sollen zuerst Blend- und Störquellen, insbesondere Sonnenlicht bei unterschiedlichen Tageszeiten oder Witterungsbedingungen identifiziert und untersucht werden. Weitere zu untersuchenden Lichtverhältnissen sind verkehrsbasierte Störquellen wie zum Beispiel Aufblendlicht im Gegenverkehr. Dazu werden Messungen auf den CARISSMA eigenen In- und Outdoor Flächen durchgeführt. Anschließend wird auf dieser Basis ein System, bestehend aus geeigneten Lichtquellen mit variabler Lichtintensität und unterschiedlichen Spektralanteilen, entwickelt. Entwickelt wird ein großer Teststand, der einen elektrischen Antrieb besitzt und für die Forschung und Entwicklung gedacht ist sowie eine reduzierte Variante für den Einsatz in Werkstätten, um etwa Kameras nach dem Tausch von Frontscheiben zu testen.

Projektlaufzeit: 01.11.2020 – 31.07.2023

Projektpartner: Kredig GmbH, Vision Devices GmbH

Förderkennzeichen: KK5018402DF0

Förderlinie: Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)

Projektform: FuE Kooperationsprojekt

Fördergeber: AiF GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Ansprechpartner

Wissenschaftlicher Leiter Institute of Safety in Future Mobility (ISAFE)
Prof. Dr.-Ing. Thomas Brandmeier
Tel.: +49 841 9348-7460
Raum: H023
E-Mail:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter CARISSMA
Kilian Schneider, M.Sc.
Tel.: +49 841 9348-3351
Raum: Z452
Fax: +49 841 9348-993351
E-Mail:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter CARISSMA
Dipl.-Ing. Robert Huber
Tel.: +49 841 9348-3386
Raum: H120
E-Mail:

Projektpartner