Akademische Weiterbildung gegen den Fachkräftemangel

Berufsbegleitende Ingenieur-Qualifizierung für neue Aufgaben

Die aktuelle Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit hat gezeigt, dass Engpässe in einzelnen technischen Berufsfeldern existieren. Der Fachkräftemangel in der Fahrzeugtechnik und Produktionstechnik wird sich auch in Bayern weiter verschärfen, da die spezifische Wirtschaftsstruktur einen überdurchschnittlichen Bedarf an Ingenieuren hat.

Für die aktuellen Veränderungen – wie die voranschreitende Digitalisierung, die Entwicklung zur Industrie 4.0 oder der Umbruch zur Elektromobilität und zum autonomen Fahren – sind Fachkräfte mit entsprechenden Qualifikationen Mangelware. Diese sich schnell verändernde Welt fordert fortlaufend neue Kompetenzen, weshalb lebenslanges Lernen zunehmend wichtig wird.

Einen Weg dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken bietet das berufsbegleitende Studium. Diese Form der Weiterbildung erlaubt es den Teilnehmern parallel zum Job einen akademischen Abschluss zu erlangen und sich für neue Aufgaben zu qualifizieren. Für viele Arbeitgeber ist diese Weiterqualifizierung der Mitarbeiter attraktiv, da so state-of-the-art Know-how in die Unternehmen geholt werden kann. Durch den gezielten Transfer des Gelernten in die Praxis können die Teilnehmer Erkenntnisse aus Forschung und Lehre schnell in ihren Arbeitsalltag übertragen und sie haben die Möglichkeit, für aktuelle Problemstellungen des eigenen Unternehmens Lösungen zu entwickeln.

In Bayern hat sich in den letzten Jahren – gerade durch die enge Kooperation mit Unternehmen – das Institut für Akademische Weiterbildung (IAW) der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) zu einem der großen staatlichen Anbieter in der akademischen Weiterbildung entwickelt. Dem Ingenieurmangel wirkt das Institut mit einem breiten technischen Weiterbildungsangebot entgegen. Nachgefragt werden hier insbesondere die Bachelorstudiengänge Fahrzeugtechnik, Produktionstechnik, Wirtschaftsingenieur und Elektromobilität sowie Masterstudiengänge, die Maschinenbauer und Elektrotechniker für die neuen Herausforderungen der Elektromobilität sowie des autonomen Fahrens vorbereiten.

Mit seinem berufsbegleitenden Bildungsangebot erschließt das IAW neue Zielgruppen. „Besonders Personen, die über berufliche Qualifizierung zum Studium kommen, profitieren von unseren Programmen. Rund 75 Prozent im Bachelor sind first generation students, also Studierende, deren Elternhaus keinen akademischen Hintergrund aufweist,“ erklärt Prof. Dr. Thomas Doyé, Vizepräsident der THI und Leiter des IAW. Dass das berufsbegleitende Studium eine wichtige Angebotslücke schließt, zeigt die jährliche Studienanfängerbefragung des Instituts. Zuletzt gaben 89 Prozent der Befragten an, sie hätten kein Studium aufgenommen, wenn dies nicht berufsbegleitend möglich gewesen wäre.

Die Zeitmodelle am IAW sind auf die Bedürfnisse der berufstätigen Teilnehmer abgestimmt. Durch Blended Learning Formate werden die Präsenzzeiten des Studiums reduziert. Studiert wird typischerweise freitags und samstags und das an sechs bis neun Wochenenden pro Semester. Die Bewerber können auswählen unter 23 berufsbegleitenden Studiengängen in Automotive, Technik, Wirtschaft, IT und Gesundheitsmanagement. Diese Inhalte sind auch in einzelnen Modulen oder als Zertifikat studierbar. Mehr Informationen finden Sie unter www.iaw-in.de

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