Adaptive IT-Infrastrukturen und mobile Anwendungen

Mobile Anwendungen und Endgeräte sind heutzutage unternehmensintern (d.h. zur Unterstützung der Tätigkeiten und Aktivitäten der Mitarbeiter) ebenso wie zur Interaktion mit Kunden, Dienstleistern und Lieferanten und zur Erschließung neuer Zielgruppen für Unternehmen von großer Bedeutung. Gleichzeitig stellen sie neue Herausforderungen an die Anpassungsfähigkeit der IT-Lösungen und steigern den ohnehin stets gegenwärtigen Wunsch nach Erhöhung der Flexibilität und bedarfsgerechter Skalierbarkeit der IT-Anwendungen bzw. -Systeme noch weiter. 

Inhalt dieses Schwerpunkts sind Konzepte, Architekturen und aktuelle Entwicklungen für die bedarfsgerechte, dynamisch anpassbare Bereitstellung von IT-Ressourcen und –Services durch flexible IT-Infrastrukturen, sowie für die Erstellung nützlicher, wertstiftender Anwendungen auf allgegenwärtigen mobilen Endgeräten sowohl für Anwender im Privat- wie im  Unternehmensbereich. 

Die Studierenden werden mit den Prinzipien flexibler IT-Infrastrukturen, wie z.B. Virtualisierung, vertraut gemacht, die die Basis für Utility Computing bzw. allgemeiner Cloud Computing bilden. Hieraus resultierende neue Geschäftsmodelle und Dienstleistungen, sowie ihr Nutzen für Unternehmen, werden anhand praktischer Beispiele bekannter Anbieter auf diesem Gebiet, wie Amazon oder Google, behandelt.

Dies betrifft insbesondere die bedarfsorientierte Nutzung von fachneutraler Software (z.B. Datenbanksoftware) und von fachlicher Software (z.B. Google Apps oder betriebswirtschaftliche Standardsoftware wie SAP Business ByDesign) als „Dienstleistung“ (Service). Hierzu werden die nötigen Entwurfsprinzipien und technologischen Grundlagen für Software-as-a-Service vermittelt.

In diesem Zusammenhang kommen mobilen Anwendungen und den modernen mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablet-Computer (z.B. iPad), über die diese Anwendungen bereitgestellt werden, eine besondere Bedeutung zu. Sie ermöglichen es, Software bzw. Services nutzerfreundlich und unter Einbeziehung des jeweils aktuellen Standorts dort bereitzustellen, wo der Bedarf für den Service entsteht. Die hierfür wichtigen Architekturprinzipien und Systemarchitekturen werden behandelt und anhand aktueller Technologie- bzw. Entwicklungsplattformen (z.B. Android) praktisch erarbeitet. Anhand veränderter Geschäftsmodelle (z.B. AppStores) und typischer Anwendungsszenarien für Privat- und Unternehmensanwender werden die behandelten Themen verdeutlicht.

Dabei wird auch auf Anforderungen eingegangen, die in Unternehmen von besonderer Bedeutung sind, wie mobile Datenerfassung, RFIDs/Smart Tags, Benutzerfreundlichkeit und Integration mobiler Anwendungen in die Unternehmensprozesse bzw. operativen „Backend“-Systeme des Unternehmens.

Aufbau:
Der Studienschwerpunkt „Adaptive IT-Infrastrukturen und mobile Anwendungen“ besteht aus drei Modulen:

  • Cloud Computing und flexible Infrastrukturen 
  • Software as a Service und verteilte Systeme
  • Mobile Anwendungen und Architekturen