„Im Mittelpunkt unserer Entscheidung stand Nachhaltigkeit und Ökologie“

08.07.2013

Fünftes Fachforum der Netzwerkinitiative RegIN+ zur Sanierung kommunaler Liegenschaften an der Technischen Hochschule Ingolstadt

Die Referenten (v.l.n.r.): Dipl. Ing. Univ. Helmut Schwalm, Energieberater beim Architekturbüro Schwalm, Karlskron; Josef Pastaschek, Planungsingenieur bei pbb Planung + Projektsteuerung, Ingolstadt; Dipl.-Ing. Petra Herzog, Architektin, Sachverständige nach ZVEnEV und Geschäftsführerin bei GEKO, Ingolstadt; Anton Steinberger, 1. Bürgermeister der Gemeinde Ilmmünster; Friedrich Kothmayr, 1. Bürgermeister der Gemeinde Karlskron; Prof. Dr.-Ing. Tobias Schrag, Professor für Gebäudeenergietechnik an der Technischen Hochschule Ingolstadt

 

Projekte aus drei Kommunen wurden beim fünften Fachforum der Reihe „Neue Energie in Gebäuden“ der Netzwerkinitiative RegIN+ vorgestellt. Neben der Sanierung der Schulen in Karlskron und Etting diskutierte das anwesende Fachpublikum auch den Neubau des erst kürzlich eingeweihten Rathauses in Ilmmünster.

Helmut Schwalm stellte die Modernisierung der Schule Karlskron mit Bau einer Hackschnitzel-Heizzentrale vor. Im Rahmen dieses Projektes konnten die Heizkosten der angeschlossenen Objekte um rund 30 % gesenkt werden. Trotzdem stand bei der Investitionsentscheidung in Höhe von insgesamt 1,9 Mio. Euro der Gedanke der Nachhaltigkeit im Mittelpunkt, erläutert der Co-Referent Bürgermeister Friedrich Kothmayr.

Eine Investition in ähnlicher Höhe wurde bei dem Projekt zur Sanierung der Volksschule Etting getätigt, welches Josef Pastaschek anschließend vorstellte. Für rund 1,5 Mio. Euro erfolgte die Erneuerung von Dach, Fassade, Fenster und Heizung, sowie die Sanierung der sanitären Anlagen inklusive Lüftung und Außenanlagen. Zusammen mit der neu eingeführten Heizungssteuerung nach Stundenplan führt dieses Maßnahmenpaket zu einer Verringerung der Heizkosten um 45 %, so Pastaschek, bezugnehmend auf Energieverbrauchsdaten der Stadt Ingolstadt. Petra Herzog und Bürgermeister Anton Steinberger präsentierten anschließend das Projekt Rathaus Ilmmünster. Auch wegen maroder Fundamente und der Gefahr eines Deckendurchbruchs zog man bei diesem Objekt schon früh einen Neubau in Betracht. So diskutierten die politischen Vertreter der Gemeinde Ilmmünster zusammen mit der Architektin sowie einer externen Moderation über zwei Jahre hinweg die Details der Sanierung beziehungsweise des Rathausneubaus. Im Juni 2011 wurde schließlich der Bauantrag einstimmig vom Stadtrat beschlossen. Die Inbetriebnahme samt 200 Quadratmeter Photovoltaikanlage erfolgte im Mai 2013. 

Die Foliensätze der Vorträge des Abends sowie aller bisherigen RegIN+ Fachforen können über die RegIN+ Kontaktstelle angefordert werden (siehe Projektwebseite www.RegIN-plus.de). In den nächsten Wochen wird dort auch das neue Jahresprogramm mit Vortragsveranstaltungen und Exkursionen veröffentlicht. Alle Fachveranstaltungen werden durch das Projekt RegIN+ (Regeneratives Energienetzwerk Region Ingolstadt) organisiert. RegIN+, das im Kompetenzfeld Erneuerbare Energien angesiedelt ist, hat sich in den kommenden Jahren die Etablierung eines regionalen Energienetzwerkes zum Ziel gesetzt und wird durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung sowie den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.