Vielfalt Europas ist eine Bereicherung - Hochschule Ingolstadt auf drittem Jahrestreffen des EUA Council for Doctoral Education in Berlin

22.06.2010

Fünf Jahre nach den Salzburger Grundprinzipien zum Doktorat hat sich die Doktorandenausbildung in Europa stark verändert. Mittlerweile haben sich entsprechende Strukturprogramme und Doktorandenschulen europaweit etabliert. Die Institutionen selbst sind dabei stark gefordert, Verantwortung für die Ausbildung der Promovenden zu übernehmen und über Modifikationen nachzudenken.

Derzeit ist ein Trend unter europäischen Hochschulen zu beobachten, verstärkt mit Industrieunternehmen zusammenzuarbeiten zu wollen – diese Verzahnung hat sich an der Hochschule Ingolstadt in den letzten Jahren sehr erfolgreich etabliert. Die Hochschule Ingolstadt, im Besonderen das hochschuleigene Institut für Angewandte Forschung (IAF), wird die vielen interessanten Anregungen des Treffens direkt in die Ausbildung der eigenen Doktoranden einfließen lassen, um somit die hohe Qualität der Doktorandenausbildung in Ingolstadt weiter gewährleisten zu können. Das IAF bietet den besten Absolventen/innen eines Jahrgangs die Möglichkeit, als wissenschaftliche Mitarbeiter/innen in Kooperation mit Partneruniversitäten zur Promotion geführt zu werden.

Das dritte Jahrestreffen des EUA Council for Doctoral Education bot der Hochschule Ingolstadt die Möglichkeit, sich mit rund 250 Entscheidungsträgern sowie europäischen Institutionen über die veränderten Randbedingungen der Doktorandenausbildung auszutauschen. Davon abgeleitet galt es, eine Bestandsaufnahme hinsichtlich der Durchsetzung der Salzburger Grundprinzipien in europäischen Hochschulen vorzunehmen. Innerhalb der Diskussion manifestierte sich die Überzeugung, dass es keinesfalls einen vorgeschrieben, für sämtliche europäische Hochschulen in Europa homogenen Weg geben dürfe. Vielmehr müsse die Vielfalt der Doktorandenausbildung in Europa als eine Bereicherung gesehen werden, die weiterhin Platz für individuelle Ansätze bietet. Dies wiederum kommt ganz besonders den Doktoranden selbst zu Gute, nachdem ein derartiges System ausreichend Platz für individuelle Betreuung und Entwicklung bietet.

Überhaupt lagt der Fokus des Treffen sehr stark auf den Bedürfnissen der Doktoranden selbst: So sollen sie durch entsprechende fachliche Betreuung (Mentoring, Supervision) zusammen mit anderen Doktoranden interdisziplinär zusammenarbeiten und in angemessener Zeit zur Promotion geführt werden. Durch diese Kooperation zwischen Doktorand, Betreuer und Institution sollen die jeweiligen Kandidaten entsprechend ihrer persönlichen Talente (Diversity) über entsprechende Maßnahmen wie z. B. Praktika oder Auslandsaufenthalte gefördert und somit der erste Schritt in die berufliche Zukunft innerhalb der Hochschule oder der Industrie erleichtert werden.