Spitzenforschung für die Energiewende

11.07.2013

Technische Hochschule Ingolstadt und regionaler Mittelstand erhalten Zuschlag für Energieforschungsprojekt des Bundes

Gebäudebestand der GWG in der Nähe des Hauptbahnhofs Ingolstadt (Prinzenviertel). Geschosswohnungsbauten dieser Art eignen sich hervorragend für solar-gespeiste Mikrowärmenetze. Foto: GWG/ Schalles

 

Bereits seit über zehn Jahren betreibt das Kompetenzfeld Erneuerbare Energien angewandte Forschung zum Thema Solarenergietechnik. Jetzt haben die Wissenschaftler am Institut für Angewandte Forschung der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) den Zuschlag für ein auf drei Jahre angelegtes Forschungsvorhaben im Bereich Energiespeicher bekommen. Von den insgesamt knapp 443.000 Euro an Fördergeldern profitiert auch der regionale Mittelstand.

Die Ingolstädter Wissenschaftler um Projektleiter Prof. Dr. Wilfried Zörner werden zusammen mit CitrinSolar, einem namhaften Hersteller von Solarkollektoren aus Moosburg, sowie der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt (GWG) ein innovatives, solar-gespeistes Mikrowärmenetz entwickeln und umsetzen. Dieses neuartige Wärmenetz wird mehrere Mehrfamilienhäuser der GWG miteinander verbinden und die Heizkosten durch intelligent genutzte Sonnenenergie senken. „Bereits in der Vergangenheit konnten wir durch die Unterstützung der Wissenschaftler der THI unsere Solaranlagen weiter optimieren und Mietnebenkosten gering halten. Dass sich Prof. Zörner mit diesem Forschungsprojekt im Wettbewerb mit namhaften deutschen Universitäten durchgesetzt hat, freut uns sehr“, so Peter Karmann, Geschäftsführer der GWG. 

Experten sind sich heute einig: die Speicherung von Energie und ihre intelligente Verteilung spielen bei der Energiewende eine zentrale Rolle. Deshalb haben die drei zuständigen Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie (BMWi), für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) sowie für Bildung und Forschung (BMBF) die gemeinsame Förderinitiative „Energiespeicher“ ausgelobt. Insgesamt 200 Millionen Euro an Fördergeldern fließen in innovative Leuchtturmprojekte der Energieforschung – unter anderem auch an die THI.

Das Forschungsprojekt trägt die Bezeichnung „smartSOLgrid“ und wird von den oben genannten Bundesministerien im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung gefördert. Details zu allen weiteren Forschungsprojekten des Kompetenzfelds Erneuerbare Energien können auf der Webseite des Innovationsnetzwerks RegIN+ abgerufen werden: www.RegIN-plus.de/wissenslandkarte