Forschungs- und Testzentrum CARISSMA: Wissenschaftlicher Beirat tagt in Ingolstadt.

24.10.2012

Die Hochschule Ingolstadt erhält als erste Hochschule in Deutschland ein vom Wissenschaftsrat genehmigtes Forschungs- und Testzentrum zum Thema Fahrzeugsicherheit. Der Standort des Zentrums mit dem Namen CARISSMA (Center of Automotive Research on Integrated Safety Systems and Measurement Area) wird derzeit intensiv diskutiert. Heute tagte der wissenschaftliche Beirat von CARISSMA in Ingolstadt und informierte sich über aktuelle Forschungsthemen und den Planungsfortschritt des Testzentrums.

Der wissenschaftliche Beirat wurde im Jahr 2010 ins Leben gerufen. Er umfasst acht externe Mitglieder aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, darunter hochrangige Vertreter von Audi, Continental und mittelständischen Unternehmen sowie aus Bundesministerien und Universitäten. Weiterhin gehören dem Gremium der Präsident und der Senatsvorsitzende der Hochschule Ingolstadt sowie der wissenschaftlicher Leiter von CARISSMA an.

Im Rahmen seiner heutigen Tagung würdigte der Beirat die Forschungsaktivitäten von CARISSMA. Die eingeworbenen Drittmittel belaufen sich im Jahr 2012 auf rund 2,8 Millionen Euro. 34 Mitarbeiter und 14 Professoren befassen sich aktuell mit innovativen Forschungsthemen aus dem Bereich der Fahrzeugsicherheit.

Die geplante bauliche Umsetzung des Forschungszwecks mit insgesamt zehn Laboren und einer Fahrversuchsstrecke von 109 Metern erachtet der CARISSMA-Beirat als sehr gelungen. Der anstehenden Begutachtung durch die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) für die Laboreinbauten im Umfang von sechs Millionen Euro sieht der Beirat zuversichtlich entgegen. „Wir freuen uns über die Forschungserfolge von CARISSMA“, betonte Ministerialdirektor a. D. Dr. Michael Harting als Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Besorgt zeigten sich die Beiratsmitglieder dagegen über die aktuelle Entwicklung der Bauplanung. „Als Beirat befürworten wir nachdrücklich den bestehenden Entwurf der Architektengruppe Henn im Baufeld Süd-Ost. Wir bitten alle Beteiligten um Unterstützung, damit eine Realisierung im vorgegebenen Förderzeitraum sichergestellt werden kann“, so Harting weiter.